Zwerg-Blattfahne “Livia”

Livia

Livias Vorfahren stammen aus Kolumbien und Venezuela. Livias südamerikanisches Temperament bringt sie von März bis September zu weißer Blüte. Sie spricht fließend Spanisch, kommuniziert nach ihrem langen Aufenthalt in Hessen jedoch nur noch nonverbal.

 

“Livia” lebt zukünftig in Borken.

Kaffeebaum “Latte”

Latte

Latte reiste gemeinsam mit Freundin Machiato vor drei Jahren nach Thailand. Doch sowohl das tropische Klima, als auch der Smog in Bangkok schlugen ihr auf den Kreislauf. Selbst ein Latte Machiato – normalereise das Mittel der Wahl – half rein gar nichts. So schloß sie sich “Machiato” – ihrer langjährigen Freundin an, und reiste zurück nach Kassel, wo sie zur Zeit lebt. Am liebsten würde sie an einem hellen Ort in der Nähe einer Espressomaschine leben.

“Latte” lebt zukünftig in Borken.

Kaffeebaum “Machiato”

Machiato

Machiatos Vorfahren kommen aus Thailand. Vor drei Jahren versuchte sie nach Thailand auszuwandern. Doch sie hatte nicht mit den Formalitäten der Einwanderungsbehörden gerechnet. Endlich am Traumziel Bangkok angekommen, wurde sie jäh enttäuscht. Niemand nahm Notiz von ihr und ein Platz zum Wurzeln schlagen lag in weiter Ferne. Kurzerhand reiste sie wieder zurück nach Kassel. Zwar strapazierte sie die lange Reise sehr, doch erholte sie sich gut. Sie beschloß, nur noch innerhalb Europas zu reisen.

“Machiato” lebt zukünftig in Borken.

Kaktus “undercover agent”

undercoveragent

“undercover agent” ist selbsternanntes Mitglied der neugegründeten botanoadopt-Untergrundbewegung. Seine Stacheln erscheinen auf den ersten Blick als weiches weißes Haar. Sobald er eine Möglichkeit der selbstständigen Fortbewegung gefunden hat, schmiegt er sich subversiv in bester Absicht an all diejenigen, die Rechte von Pflanzen als unwichtig betrachten. Ein echter Widerstandskämpfer und geselliger Mitbewohner.

“undercover agent” lebt zukünftig in Borken.

Bromelie “Sieglinde”

Sieglinde

“Sieglinde” lebt am liebsten neben einer schicken Schrankwand und einem großgemusterten Sofa. Ihr ursprünglich parasitäres Wesen hat sie vollkommen assimiliert. Sie ist heute der exotische Kumpel unter den Zimmerpflanzen.

 

“Sieglinde” lebt zukünftig in Borken.

Affenschwanz “Cheeta”

Cheeta

“Cheeta” ist Nachfahrin der ersten Zimmerpflanze von Johnny Weissmüller. Sie ist naturverbunden, genügsam und wächst beständig. Sie versteht sich mit anderen Pflanzen gut; nur Lianen mag sie nicht, da ihre Großmutter von einem traumatischen Erlebnis mit Lianen berichtete. Viel lieber steht sie gemütlich auf einer sonnigen Fensterbank und freut sich über die Vorzüge der Zivilisation.

“Cheeta” lebt zukünftig in Mainz.

 

Kaktus “Rochus”

Rochus

“Rochus” nannte sich nachdem Heiligen der katholischen Kirche “Rochus von Montpellier”, der Schutzpatron der Pestkranken und Haustiere war. Rochus versteht sich selbst als Schutzpatron aller Kakteen und setzt sich für angemessene Lebensbedingungen aller kakteenartigen Migranten ein. “Rochus” lebt zur Zeit in Kassel.

“Rochus” lebt zukünftig in Borken.

Weihnachtskaktus “Velvet Goldmine”

Velvet Goldmine

Velvet ist vielfältig, verwegen und vollkommen glücklich in der Sonne. Zu Weihnachten blüht sie üppig – genau dann, wenn Europäer zuweilen aus Lichtmangel in depressive Stimmung verfallen. Statt Weihnachtsliedern hört Velvet am liebsten Glam-Rock aus den Siebziger Jahren – ganzjährig. “Velvet Goldmine” lebt zur Zeit in Kassel.

Velvet Goldmine lebt zukünftig in Borken.

Die telegene Helene

Die telegene Helene

Die telegene Helene kam durch nicht näher geklärte Umstände in den Dunstkreis des WDR. Schon als Kind träumte sie von einer Hauptolle in einer Fernsehserie. Über Umwege kam sie zwar direkt zu den Drehteams im Sender, ihr schauspielerisches Talent blieb jedoch unentdeckt – sie sah sich schon fast als kaum beachtetes Aronstabgewächs Anthurium, zu deutsch Flamingoblume auf einer Fensterbank dahinvegetieren, als sich ihr Leben schlagartig änderte. Der WDR drehte einen Beitrag über die Pflanzenklappe und brachte sie zum Dreh nach Schöppingen mit. Dort stahl ihr leider Sigrune, die adelige Azalee die Show und Helene mußte sich mit einer Nebenrolle begnügen. Sie hatte jedoch das Glück, in Botania Frankfurt/Main aufgenommen zu werden und hat nun in Frankfurt/Main filmliebhabende Adoptiveltern gefunden.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt die telegene Helene  in Frankfurt am Main.

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Die vier Kahns

Die vier Khans

neigen zu Legendenbildung. Überliefert durch einen ihrer Ghostwriter wurde folgendes:
Donnern im Morgengrauen. Der Himmel ist klar. Nur wenige Wolken zerpflücken sich im hellblau über der Steppe, die bebt. Milliarden von Gräsern erzittern unter dem Stakkato des Getrappels von sechzehn schweren Hufen. Vier Reiter, erst nur Schatten vor der aufgehenden Sonne über der trockenen Ebene Zentralasiens. Sie preschen durch die Weite und wer Beine hat flieht und wer einen Bau besitzt verschwindet darin bis das Beben verebbt. Jeder kennt sie die vier jungen Reiter auf ihrem Weg nach Westen.

Kul Kahn, der den Bogen seiner Vorväter spannt und auf tausend Meter auch aus vollem Galopp kein Ziel verfehlt.
Goi Kahn, dessen Schwert, das in den brennenden Höhlen von Gor, das von den Riesen Kehai und Schorg zehn Jahre auf dem heiligen Amboss von Link geschmiedet wurde und selbst härtesten Granit wie Leber schneidet.
Dwar Kahn mit der Lanze, der nie seinen Sattel verlässt. Selbst im regen bleibt er zum Schlafen und essen auf dem Pferd, das ihm sein göttlicher Vater Zwar schenkte, eine unzerstörbare Stute aus dem Geschlecht der Dan-Rösser.
Ol Kahn, der einen Hammer aus reinem Onyx schwingt, den zehn Männer nicht heben können. Ein Schlag bringt den Ural zum zittern und Städte zum einstürzen.
Als diese vier Könige der Steppe in der Pflanze klappe lagen machten sie einen verstörten Eindruck. Im Westen angekommen, verloren sie ihrer Pferde an einen polnischen Viehhändler für einen kriminellen Preis, was sie erst spät merkten. Ungelernt im kapitalistischen Leben, verloren sie auch bald ihrer heiligen Waffen an die Pfandhäuser. Doch ihrem Stolz haben sie nicht verloren. Stets verlangen sie nach königlicherer Behandlung, und warmen Platz auf der Fensterbank.
Die Vier werden zukünftig in Stuttgart leben und viel reisen.

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