Fensterblatt „Wanda Wild“

Wanda Wild

Die ca. 1,70 Meter hohe äußerst vitale „Wanda Wild“ löschte all ihre social media accounts, nachdem sich Anfragen aus der Pornofilm-Industrie häuften. „Nein, sie hätte nichts mit Gina Wild zu tun und sei auch nicht daran interessiert, als Pornodarstellerin aktiv zu werden“ – wie oft hatte sie diesen Satz noch aus Höflichkeit geschrieben.  Als die Anfragen anzüglich wurden, handelte sie sofort. Und sie merkte sofort, wieviel Zeit und Ruhe dadurch in ihr Leben einkehrte.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Oberrotterbach.

Aeonium „Gerdi von Flower of Power“

Gerdi von Flower of Power

„Gerdi von Flower-Power“ zählt sich zur Bohème der Zimmerpflanzen. Der Boho-Style allerdings ist ihr eher verhasst. Ihrer Meinung nach werden Pflanzen für diesen angesagten Interieur Trend rein als Deko mißbraucht, anstatt sie – gemäß dem nachhaltigen Anspruch des Boho – auf Augenhöhe zu kontaktieren. Glücklicherweise ist „Gerdi von Flower-Power“ eine Frohnatur und letztlich ist es ihr egal, in welchem Interieur sie künftig leben wird. Hauptsache, die Chemie stimmt. Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gifhorn.

Drachenbaum „Fritz Blitz“

Fritz Blitz

„Fritz Blitz“ war tatsächlich der erste Drachenbaum, der bei einem Sprint über 50 Meter die 30 Minuten unterschritt. Konsequent und ausdauernd bewegte er sich – für das menschliche Auge fast unmerklich – auf sein Ziel zu. Einerseits freute er sich riesig über seinen bahnbrechenden Erfolg. Anderseits wußte er genau, das er kein Profisportler werden wollte.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Volkmarsen.

Fettpflanze „Nora Nothing-To-Do“

Nora Nothing to do

„Nora Nothing-To-Do“ ist schlicht weg die Inkarnation des Chillens. Diese Fähigkeit überträgt sich automatisch auf alle in ihrer Umgebung. Von Zeit zu Zeit summt sie Lieder. Anfang 2023 beschlossen, ihre wohl gefüllten Blätter, einen Chor zu gründen. Ihr erstes Projekt ist ein Kanon. Einzig unklar ist bis jetzt, wer die Sophranstimmen besetzen könnte.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Volkmarsen.

Forellenbegonie „Joe van den Doo“

Joe van den Doo

Der aus einer alten niederländischen Handelsfamilie stammende „Joe van den Doo“ liebte es, in seiner Kindheit den Geschichten seiner Großeltern zu lauschen. Erst viel später wurde ihm bewußt, das all die Reisen seiner Vorfahren nach Indonesien auch ihre Schattenseiten hatte. Der Begriff „Kolonialismus“ sollte ihm nicht mehr aus den Wurzelfasern gehen. Seit drei Jahren verfasst er Kurzgeschichten über ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Pflanzen und Menschen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Volkmarsen.

Kaktus „The Queen of Cacti“

The Queen of Cacti

„The Queen of Cacti“ erbte ihre jetzige Besitzerin 1986 – bereits vor 37 Jahren also – von ihrer Großmutter. Schon damals war sie, „The Queen of Cacti“ , uralt. Sie blüht sie sehr selten, dafür wunderschön. Ihre Blüten sind grandios und es lohnt sich, gerade dann die Nacht zum Tag zu machen.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Osnabrück.

Geldbaum „Manni Monete“

Manni Monete

Auch „Manni Monete“ muß bis Juni umziehen. „Manni Monete“ vereint den Ruhrpott-Charme gepaart mit dem Banker-Lifestyle. Dank seines gesunden Wachstums und seinem Durchmesser von 80 Zentimetern, ist er der ideale Gefährte in instabilen Zeiten.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Osnabrück.

Kaktus „Helli Heart“

Helli Heart

Die 30-jährige (!) „Helli Heart“ suchte dringend ein neues Heim. Sie lebt sie im niedersächsischen Damme, das auch als Karnevalsstadt bekannt ist. Zwar hat sie mit Karneval null-komma-null am Stachel, liebt dafür aber umso mehr den Dümmer See. Bis Juni 2023 muß sie eine neue Bleibe finden. Ihre seltenen Blüten entfaltet sich selten und sind jedesmal ein Ereignis, das sich gerade unter den Insekten schnell herumspricht. „Helli Heart“ wurde innerhalb von drei Tagen „Blitz-adoptiert“.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Osnabrück.

Gummibaum „Alina Arabica“

Alina Arabica

Die waschechte Berlinerin ist mit ihren fast 15 Jahren jetzt zu groß für ihre bisherige Bleibe und sucht ein neues zu Hause. Sie entstammt – wie fast alle Gummibäume – einer Gummi-Arabicum-Dynastie. Doch nachdem synthetische Klebstoffe billiger und schneller zu produzieren waren, wurde das Gummi Arabicum immer unpopulärer. „Alina Arabica“ ist Tagträumerin und versprüht Gelassenheit in ihrer Umgebung.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Berlin.

Anturie „Mia van de Solar“

Mia van de Solar

Die sonnenhungrige „Mia van de Solar“ kam gerade 2022 voll auf ihre Kosten, als der Sommer nie zu enden schien. Leider jedoch verträgt sie nicht viel Sonne, so das sie einige ihrer Blätter verlor. „Mia van den Solar“ braucht Halbschatten und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie freut sich also über regelmäßiges Besprühen und vor allem über jemanden, der sie bei der Regeneration und ihrem weiteren Wachstum unterstützt.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Weimar.