Walnuss “Going Nuts”

Going Nuts

Ihr Glück war das mangelnde Gedächtnis eines Eichhörnchens, das sie nicht wiederfand. Wissen muß man dazu, das ein Eichhörnchen bis zu 10.000 Nüsse vergräbt und diese nach Nussorten sortiert, also systematisch versteckt. Einmal war “Going Nuts” nahe daran, noch vor dem Keimen verspeist zu werden. Doch dann traf es doch die Nachbarnuss. Jetzt sitzt sie in einem Topf und wartet auf einen Garten, in dem sie noch in diesem Frühjahr gepflanzt wird.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Ahlen.

Bromelie “Medusa”

Medusa

Die ca. 1,50 Meter breite “Medusa” sucht ein neues Heim, in dem sie weiter wachsen darf. Sie ist äußerst feinfühlig und hat eine Vorliebe für schwedische Kriminalromane und Abenteuergeschichten aus dem Amazonas – auch wenn aktuelle Ereignisse die Freude daran etwas trüben.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Düsseldorf.

Gummibaum “Magni Ficus”

Magni Ficus

“Magni” entstammt einer Artistenfamilie, die in den 1920er Jahren in Hamburg ansiedelte und sich ab Mitte der 1930er Jahre als Zimmerpflanze tarnte, um unbemerkt im politischen Untergrund wirken zu können. “Magni” erzählt mit Hingabe die Geschichten seiner Familie und die zahlreicher Lebensrettungen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Hamburg.

Yucca “Jonny Yucca”

Jonny Yucca

“Jonny Yucca” möchte gerne hoch hinaus und sucht daher eine neues Zuhause, wo er sein Hobby Hochseilklettern weiter ausüben kann. Sein erstes Ziel – die Zimmerdecke – hat er bereits erreicht, aber er traniert fleissig weiter, um in die Olympiamannschaft aufgenommen zu werden. Ansonsten ist er ein gemütlicher und genügsamer Mitbewohner (rechts im Bild, links seine kleine Schwester Lucy möchte noch nicht in die große weite Welt hinaus). Er sucht ein neues Heim mit ausreichend Deckenhöhe. Der Topfdurchmesser beträgt 35 cm und die Größe von “Jonny” ist 2,55 Meter.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Düsseldorf.

Bromelie “Bernd Brom”

Bernd Brom

Auch er wurde nach der Blüte einfach entsorgt. Und das, obwohl blühfähige Nachkommen bereits an seiner Seite sind. Die Mehrgenerationen Gemeinschaft gibt spontane Topfkonzerte und Flüsterperformances. Bernd” verstarb an innerer Einsamkeit im Juni 2019.

Kugelkaktus “Inka Volcano”

Inka Volcano

Man nennt sie auch die Superkugel. Denn trotz ihrer Größe von nur 9cm verfügt sie über unglaubliche Kräfte, die sie von einer auf die andere Sekunde entfalten kann. Sie liebt Doku-Soaps und brasilianischen Punk. 2019 möchte sie vor allem mit Fantasiereisen und Sonnenbaden verbringen.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Hanau.

Kaktus “Manny Mystique”

Manny Mystique

Als er vom Tod Karl Lagerfelds hörte, fiel er in tiefe Trauer. Nicht nur, weil die Welt einen großen Modeschöpfer verlor, sondern auch weil seine erste Kollektion für Kakteen, die auf Karls nächster Show mit präsentiert werden sollte, nun keine Öffentlichkeit erfährt. Heute jedoch beschloß er, sich mit seinen Kreationen mehr am Bedarf vernachlässigter Pflanzen zu orientieren und zur Finanzierung der neuen Kollektion einen Fundraiser zu engagieren.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Sukkulente “Flower Spirit”

Flower Spirit

Die pflegeleichte Tänzerin, die noch im vergangenen Jahr in Paris auftrat, dann aber von heute auf morgen arbeitslos wurde, begann eine Umschulung zur Fleischerei Fachverkäuferin, was ihr jeglichen Lebensmut nahm, so dass sie schließlich wagte, einfache Zimmerpflanze zu sein.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Aloe “Up to the Stars”

Up to the Stars

Auch “Up to the Stars” ist ein Umzugsopfer, das in letzter Sekunde gerettet wurde. Sie sah sich schon in einem Müllwagen und stelle Überlegungen und Berechnungen an, wie sie sich in All auf einen anderen Planeten katapultieren könnte. Nur der Zufall und das beherzte Eingreifen eines Menschen verhalf ihr nach Botania, wo sie derzeit mit anderen Pflanzen an einem Theatersück arbeitet, das in diesem Sommer in einem Kleingarten Premiere haben soll.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Kaktus “Weather Cactus”

Weather Cactus

Nach dem es mit einem Job als Wettermoderator nicht klappte, besorgte er sich erst einmal eine Leiter und tauschte sich über Monate mit Wetterfröschen aus, um an einer Spezies übergreifenden Wettervorhersage zu arbeiten, die aber von der Symbolik her, universell verstanden werden kann. Derzeit erprobt er sein theoretisch erworbenes Wissen in der praktischen Anwendung. Ein großes, noch nicht gelöstes Thema sind die unterschiedlichen Bewegungsgeschwindigkeiten von Pflanzen und anderen Lebewesen. Möglicherweise wird er sich auf langfristige Wettervorhersagen spezialisieren. Er ist 42 cm hoch.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.