Die vier Kahns

Die vier Khans

neigen zu Legendenbildung. Überliefert durch einen ihrer Ghostwriter wurde folgendes:
Donnern im Morgengrauen. Der Himmel ist klar. Nur wenige Wolken zerpflücken sich im hellblau über der Steppe, die bebt. Milliarden von Gräsern erzittern unter dem Stakkato des Getrappels von sechzehn schweren Hufen. Vier Reiter, erst nur Schatten vor der aufgehenden Sonne über der trockenen Ebene Zentralasiens. Sie preschen durch die Weite und wer Beine hat flieht und wer einen Bau besitzt verschwindet darin bis das Beben verebbt. Jeder kennt sie die vier jungen Reiter auf ihrem Weg nach Westen.

Kul Kahn, der den Bogen seiner Vorväter spannt und auf tausend Meter auch aus vollem Galopp kein Ziel verfehlt.
Goi Kahn, dessen Schwert, das in den brennenden Höhlen von Gor, das von den Riesen Kehai und Schorg zehn Jahre auf dem heiligen Amboss von Link geschmiedet wurde und selbst härtesten Granit wie Leber schneidet.
Dwar Kahn mit der Lanze, der nie seinen Sattel verlässt. Selbst im regen bleibt er zum Schlafen und essen auf dem Pferd, das ihm sein göttlicher Vater Zwar schenkte, eine unzerstörbare Stute aus dem Geschlecht der Dan-Rösser.
Ol Kahn, der einen Hammer aus reinem Onyx schwingt, den zehn Männer nicht heben können. Ein Schlag bringt den Ural zum zittern und Städte zum einstürzen.
Als diese vier Könige der Steppe in der Pflanze klappe lagen machten sie einen verstörten Eindruck. Im Westen angekommen, verloren sie ihrer Pferde an einen polnischen Viehhändler für einen kriminellen Preis, was sie erst spät merkten. Ungelernt im kapitalistischen Leben, verloren sie auch bald ihrer heiligen Waffen an die Pfandhäuser. Doch ihrem Stolz haben sie nicht verloren. Stets verlangen sie nach königlicherer Behandlung, und warmen Platz auf der Fensterbank.
Die Vier werden zukünftig in Stuttgart leben und viel reisen.

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