Brotbaum “Lilo von Laib”

Lilo von Laib

Lilo stammt eines alten adligen Brotgeschlechts ab, was zu Goethes favorisierter Pflanze wurde. Dieser brachte seinen Freunden gerne einen Ableger mit. Die “von Laibs” leben noch heute in großer Fülle und produzieren an jedem ihrer Blätter unzählige Nachkommen – eine Strategie, die sich gerade in Krisenzeiten schon oft als nützlich erwiesen hat. Lilo liest gerne Krimis von Elizabeth George und ist ansonsten sehr pflegeleicht. Sie freut sich besonders, wenn man ihr ein Gedicht von Goethe vorliest. Lilo lebt in Frankfurt/Main bei einem Pflanzenkenner und Brotbaumliebhaber.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Lilo in Frankfurt/Main.

Vanille “Hubertus”

Hubertus

Hubertus ist Purist und sucht Seinesgleichen. Drei Jahre lebte er ausgelassen in der Partyszene eines Eventunternehmens, genoß das Sehen und gesehen werden, den Dancefloor und das Fingerfood mit Vanillemixgetränken, bis sich sein Leben durch die Bekanntschaft mit einer Bioerdbeere schlagartig änderte. Eines Samstags traf er sie auf dem lokalen Bauernmarkt, kurz bevor sie an einen Koch verkauft werden sollte und lud sie unter einem Vorwand zu einem Espresso ein. Er lernte die Vorzüge des Bio-Anbaus kennen und ging als Pflanzencoach aufs Land, wurde dort aber von konventionellen Bauern vertrieben und sucht jetzt ein puristisches zu Hause mit ökologischem Bewußtsein.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Hubertus seit Oktober 2009 in Ranrup, Frankreich.

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Duftgeranie “Zitty Zitrus”

Zitty Zitrus

Lebte als Teenager als Punk zusammen mit Brennesseln und Disteln auf einer Vekehrsinsel am Stadtrand Kopenhagens und später dann in Christiania. Dort fand sie Freunde, mit denen sie das erste Plattenlabel für Pflanzen gründete. Im web auch besser bekannt als “grumbling green soulfood”. Jobbte nebenbei als Verkäuferin in einer Parfüm-Manufaktur, bis der neue Inhaber sie als Zutat  einer sommerlichen Duftkreation verwenden wollte. In letzter Sekunde rettete sie sich und floh über die Grenze nach Deutschland, wo sie nun ein neues zu Hause sucht.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Zitty seit Oktober 2009 in Berlin.

Azalee “Rosetta”

Rosetta †

Rosetta, Tochter einer alleinerziehenden Krankenschwester der Gemeindever-
waltung Hüppenhausen entfloh dem Kleinstadtleben durch ein Studium an der Universtät Gießen und promovierte dort als Agraringenieurin zum Thema ” Die psychischen Auswirkungen durch Anbau in Monokulturen bei freilebenden Zierpflanzen” und schloß mit summa cum laude ab. Anschließend lebte sie zwei Jahre in den USA in einer feministischen Jugendberatungsstelle, bevor sie der Liebe wegen und mit Aussicht auf eine Stelle als Gleichstellungsbeauftragte an der Uni Frankfurt zurück nach Deutschland kam. Weder die Stelle bekam sie, noch war die neue Beziehung von Dauer; nach 6 Wochen Hochgefühls verließ sie ihren neuen Freund aufgrund dessen Vorstellungen einer mittelalterlich geführten Partnerschaft. Rosetta lebt zukünftig in Wiesbaden unter freiem Himmel.

Bereits adoptiert, inzwischen ist “Rosetta” in Wiesbaden beigesetzt worden.

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Christusdorn “Gottlieb”

Gottlieb

Gottlieb wurde seinem vorherigen Besitzer Thomas Heilig ob seiner Größe zu übermächtig. Lange Jahre saßen sie an gemütlichen Winterabenden bei Kerzenschein und im Sommer bei einem Glas Wasser beisammen, philosophierten über Gott und die Welt und wollten den Sinn des Lebens ergründen. Vor zwei Jahren schloß sich Thomas einer christlichen Sekte an. Kurz darauf veränderten sich auch die sonst fruchtbaren Gespräche in heiterer, machmal ernster- , aber immer entspannter Atmossphäre. Thomas fing zu Hause an, zu predigen und wollte Gottlieb, den philosophischen Freigeist mit christlichen Wurzeln, bekehren. Insgeheim jedoch fürchtete er dessen innere Größe. Gottlieb begann unter den endlosen Monologen von Thomas zu leiden, die beiden zerstritten sich und schließlich landete Gottlieb auf dem Sperrmüll, wo er des nächtens bei Regen von botanoadopt gerettet wurde.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Gottlieb in Frankfurt Höchst.

Kaktus “Miriam Sonnenstrahl”

Miriam Sonnenstrahl

Miriam, Tochter eines Bibliothekars und einer Rechtsanwaltsgehilfin wuchs in kargen, aber herzlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern vermittelten ihr den Wert von Büchern und ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit. Als Teenager beschloß sie für ein Jahr als Aupair-Mädchen nach Arizona zu gehen. Nachdem sie aufgrund ihre Stacheln keine Stelle fand, ging sie in die Wüste und entfaltete  ihre heutige Form und kultivierte ihr Mitgefühl, indem sie verirrten Abenteuerurlaubern den Weg aus der Wüste durch Neigung ihrer Stacheln wies. Miriam kam mit einem solchen Urlauber – Kuno – zurück nach Frankfurt. Doch dessen neue Freundin war eifersüchtig auf Miriam, worauf diese gehen mußte. Nun sucht sie ein sonniges Zuhause. Miriam ist sehr genügsam und braucht nur alle 6 Wochen wenig Wasser.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Miriam in Frankfurt/Main.

Kaktus “Anton Weidmüller”

Anton Weidmüller

T-Shirtfabrikant aus Ost-Westfalen in dritter Generation. Patriarch alter Schule. Erkannte beim freizeitgoogeln die polische Problematik des Wekstoffs Baumwolle und entschloss sich hernach in Zukunft keine Baumwollunterhemden mehr zu produzieren. Anton zog sich nach Oberammergau zurück wo er fortan Biobaumwollsocken im großen Stil mittels einer Strickmaschine aus den frühen sechziger Jahren des vorigen Jahhunderts produzierte. Wurde von Erpressern entführt und tauchte unter falschem Decknamen unter, nachdem er das Unternehmen seinem Sohn Karl übertrug. Er sucht nun ein liebevolles umweltbewußtes Zuhause. Anton ist bereits im für einen Zimmer-Kaktus beachtlichen Alter von 30 Jahren. Er ist sehr genügsam und braucht nur alle 6 Wochen wenig Wasser.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Anton in Frankfurt/Main.

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Pfeilwurz “Flat Hat”

Flat Hat

Der Nachfahre eines Hutmachers und einer Perlentaucherin wuchs an der kalifornischen Küste auf, und war in seiner Jugend als Surfer aktiv, wenn auch aufgrund des Blattwiderstands mäßig erfolgreich. Er arbeitete im Anschluss drei Jahre als Surflehrer, bevor er sich entschloss einen “ordentlichen” Beruf zu lernen und eine Ausbildung zum Koch mit Schwerpunkt veganes Kochen machte. Er ging mit seiner Geschäftsidee nach New York und etablierte einen veganen Imbiss an der Canal Street. Kam nach Deutschland, um Tim Mälzer kennenzulernen und blieb hier hängen. Arbeitete noch ein halbes Jahr in einem gut situierten Privathaushalt, konnte dann aufgrund einer Lebensmittelallergie nicht weiterarbeiten, wurde kurzerhand vor die Tür gesetzt und sucht jetzt Adoptiveltern, die ihn versorgen.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Flat Hat seit Oktober 2009 in Köln.

Metzgerpalme “Klaus-Bärbel”

Klaus-Bärbel

Klaus-Bärbel ist sexuell indifferent und Gleichstellungsbeauftragter eines international operierenden Unternehmens IT-Branche. Er ist dafür verantwortlich, das Männer,  Frauen und Pflanzen proportional gleichberechtigte Karrierechancen haben. Hat die Entwicklung einer Software initiiert, mittels derer die Messungs des grünen Farbspektrums die Geschlechtszugehörigkeit von Pflanzen sofort ermittelt werden kann. Mit der Entwicklung der Software wurde er inzwischen nominiert für den “Henriette Bogenbauer Preis”, der innovative Projekte im Bereich der Gender forschung auszeichnet. Klaus-Bärbel möchte draußen leben und sucht einen schönen Garten. Mit Katzen versteht er sich ausgezeichnet.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt seit Oktober in Berlin.

Sukkulente “Der degoutante Schorsch”

Der degoutante Schorsch

Kommt aus der Suburbia von Ingelheim und stand dort lange Zeit auf dem Fensterbrett der lokalen Currywurstbude. Im Dauerstress der Servicekraft gelangte er eines Mittwoch Mittags in die Pommestüte – extra groß – und fand sich inmitten frittierter Kartoffelstäbchen garniert mit Ketchup und Mayo. Er sank auf den Grund der Tüte hinab und hatte eine Viertelstunde später große Mühe, sich aus einem Abfalleimer im öffentlichen Raum herauszubewegen. Mit den Worten “Das ist ja degoutant” erreichte er den Rand des Papierkorbs. Kurze Zeit später – er erholte sich noch von seinem Schock – wurde er, noch immer mit Ketchup und Mayo bedeckt  von einem Fortuna Düsseldorf Fan als Maskottchen mitgenommen. Beim ersten Stadionbesuch geriet er sofort in eine Rangelei unter rivalisierenden Fans und flüchtete.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Schorsch seit Oktober 2009 in Hannover.