Schefflera „Dach der Welt“

Dach der Welt“

Die Schefflera ist ein typisches Beispiel heutiger Entkopplung vom Umgang mit Natur. Sie landete am Müll, nachdem sie in ihrer großen Güte eine Ameisenfamilie in ihrem Topf aufgenommen hatte. „Dach der Welt“ hatte Glück und wohnte den Sommer 2014 in einem Frankfurter Kleingarten. Die Ameisenfamilie zog ins Freie und das Dach der Welt“ bekam einen neuen Topf mit frischer Erde.

Bereits adoptiert, inzwischen wohnt sie Gießen und liest buddhistische Sutras.

Palme „Freaky Joe“

Freaky Joe

„Freaky Joe“ wurde vom Müll gerettet und hat sich die letzten drei Monate in Botania Frankfurt (PLZ6) erholt. Wahrscheinlich wurden ihm sein Temperament und seine unkonventionellen Ansichten zum Verhängnis. Er fragt sich noch immer, ob es an seiner Vorliebe für Sushi gefüllt mit Handkäs, Senf und Zwiebeln oder an seiner liebsten Freizeitbeschäftigung, den Geldautomatendialogen lag.
Jeden MIttwoch begab er sich zum Geldautomaten der nächsten Bankfiliale und verwickelte die Kunden in einen Gespräch über die Troika.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt er in Frankfurt.

Kaktus „Trigger Points“

Trigger Points

„Trigger Points“ ist Expertin der Chinesischen Medizin und spezialisiert auf Akupunktur.

Sie hat eine eigene Behandlungsmethode entwickelt, bei der ihre punktförmig angeordneten Stacheln als Akupunktur-Nadelkissen zum Einsatz kommen.

„Trigger Points“ schreibt gerade an einer umfangreichen Studie zur Wirkung ihrer Methode auf Basis langjähriger Anwendung.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt sie in Frankfurt.

Kaktus „Yellow Flow“

Yellow Flow

„Yellow Flow“ wurde Opfer einer Renovierung kurz vor Weihnachten 2014. Neben seiner Regeneration trainierte er täglich 9 Stunden Hip-Hop-Moves, versuchte alle Bewohner Botanias zum Tanzen zu animieren und plant seinen ersten öffentlichen Auftritt.

„Yellow Flow“ experimentiert mit nachtlichtfluoreszenter Farbe und versucht sich in urbanem Mimikri.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Frankfurt am Main

Orchidee „Wurzelseliger“

Wurzelseliger

 

„Wuzelseliger“ war vor seiner Adoption ein echter Luftikus – immer die Wurzeln in den Wolken und die Pläne weit im Himmel. Pilot wollte er werden. Oder Traumfänger. Auch die Philosophie interessierte ihn sehr. Doch je mehr er nach oben strebte, desto mehr verlor er den Halt in seinem Topf. Und kippte eines Tages buchstäblich von der Fensterbank.

Seine Besitzerin hatte endgültig die Geduld mit ihm verloren und gan ihn in der Pflanzenklappe ab.
Heute lebt er glücklich in Frankfurt. In seiner Freizeit singt er in einem Gospelchor.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt er in Frankfurt am Main

Elefantenohr „Hank Euphrat“

Hank Euphrat

„Hank“ kam aus seiner Heimat in Afrika zunächst als Wanderarbeiter nach China. Nach zwei Jahren als Pflanze einer großen Empfangshalle, wechselte er in ein Hotel in Dubai und schulte zum Surflehrer um. Doch die Kunden blieben aus. Drei Jahre saß er am Meer, ohne das etwas passierte. Er entschloß sich, sein Glück in Deutschland zu versuchen. Doch sollte es eine bodenständige Existenz sein.
„Hank“ wurde bereits nach kurzer Zeit zum Leiter der Qualitätskontrolle bei der Humusproduktion. „Hank“ lebt in Frankfurt am Main.

Bereits adoptiert, Hamk lebt inzwischen in Frankfurt am Main.

Hank-Euphrat

Bubikopf „Pünktchen“

Puenktchen

Nach dem „Pünktchen“ Anton verlor, mit dem sie sechs Jahre einen Frisörsalon für Topfpflanzen führte, reiste sie ein Jahr nach Asien und begann dort mit dem Bloggen.
Heute ist sie die erste botanische Reisebloggerin und lebt wahlweise in Frankfurt, London, Mumbay und Peking.
Momentan schreibt sie über die Arbeitsbedingungen in Hängenden Gärten.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Püntchen in Frankfurt/Main.

Bambus „Louisa“

Louisa

„Louisa“ kam über Verwandte ins Frankfurter Gallusviertel und lebte dort drei Jahre in einem Ladenlokal.
Als der Besitzer die Miete nicht mehr zahlen konnte, verlor „Louisa“ ihr Heim und wurde kurzerhand in der Pflanzenklappe angegeben.
Sie hatte Glück und wurde schnell adoptiert. Jetzt lebt sie in Frankfurt und schreibt anarchistische Lyrik.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt sie in Frankfurt/Main.

 

Brutblatt „Laminos“

Laminos

„Laminos“ ist fünftgeborender der dritten Generation nestbewohnender Pflanzen, die sich verlassener Vogeleier annehmen.

So können die Vogeleltern ihrem Beruf nachgehen, während die Brutblätter quasi als Leihmutter und Babysitter arbeiten.

„Laminos“ begleitete bereits ein Amselpaar, zwei Bachstelzen und ein Storchenpaar.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt sie in Gießen.

Drachenbaum „Flying-Jack“

Flying Jack

„Flying-Jack“ trat in jungen Jahren in einer Artistic-Show auf, wo er seinem Namen alle Ehre machte – bis er eines Tages stürzte und sich alle Blätter brach. Unter den Folgen des Unfals leidet er noch heute. Er schulte um zum Personality-Coach für Büropflanzen und zog selbst in eines ein, um sich besser in die Situation seiner Klientel hinein zu versetzen. Jetzt möchte er Beruf und Privatleben wieder mehr trennen und sucht liebevolle Adoptiveltern. „Flying-Jack“ ist ein großartiger Geschichtenerzähler und hat unzählige Anekdoten auf Lager.

Bereits adoptiert. Lebt inzwischen in Frankfurt am Main.