Einblatt „Kollektiv“

Kollektiv

Durstiges Kollektiv von Einblättern sucht lichtdurchflutetes neues zu Hause. Das Kollektiv ist 1,50 Meter hoch und fast ebenso breit und schlürft derzeit Aquarienwasser. Nachdem in Europa der Zugang zu Wasser kommerzialisiert werden – und damit als Grundrecht abgeschafft werden soll, bildet das Kollektiv ein Netzwerk mit Bäumen. Diese frei wachsenden Pflanzen schmieden derzeit Pläne, Quellwasser mittels ihrer Wurzeln an die Erdoberfläche zu bringen. Das Kollektiv ist ein echtes Schätzchen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt es in Staufenberg.

Ficus „Parachute“

Parachute

„Parachute“ hat ein Zitat von Frank Zappa, dessen Musik er sehr schätzt, zu seinem Lebensmotto gemacht: A mind is like a parachute – it does’nt work, unless it’s open. Parachute entwickelt gerade ein Rettungsschirm-Konzept zur geistigen und gesamtgesellschaftlichen Weiterentwicklung. Bei jedem seiner Gedanken verströmt er einen feinen, fast nicht wahrnehmbaren Duft, der seine Umgebung in eine Atmosshäre kreativer Gelassenheit taucht. „Parachute“ lebt inzwischen in Groß-Gerau.

„Marianna“

Marianna

„Marianna“ gewann den Schönheitswettbewerb der Pflanzen, die Schwiegermütter in den 1920er-Jahren erstmalig auslobten, und der seitdem bis heute im 7-Jahres-Rhythmus stattfindet. Die Wettbewerbsbedingungen werden nur unter der Hand weiter gegeben und auch die Kriterien der Jury sind unbekannt. Gerüchten zu Folge finden vor der Preisverleihung und dem in organischem Dünger ausgezahlten Preisgeld teils erbitterte Kämpfe statt – denn die Siegerin muß einstimmig erkoren werden.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Mainz.

Ficus „Benny“

Benny

Benny Ficus, 1,90 groß, schlank, musikalisch, Nichtraucher, möchte sich noch einmal privat verändern.

Dem Tod schon einmal von der Schippe gesprungen und seitdem ausgeprägt lebenslustig. „Benny“ wohnt in Köln.
Erst kürzlich wurde er in Szenebars gesehen, die er nicht nur mit seinem Charme und Clorophyll bereichert.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Benny“ in Köln.

Yucca „Zantanos“

Zantanos

Rassige Yucca-Dame sucht neuen …. So, oder so ähnlich lauteten alle bisherigen Kontaktanzeigen, die jedoch mehr oder weniger erfolglos in Blumenerde verliefen. „Zantanos“ hat kein Interesse mehr an Speed-Dating, Fisch sucht Fahrradpartys oder gar botanischen Gebrauchtbörsen, die sie entwürdigend findet. „Zantanos“ sucht ein neues Heim. Es muß nicht gleich die große Liebe sein. Spontane Sympathie reicht ihr völlig aus.

„Zantanos“ lebt inzwischen in Berlin-Neukölln.

Zimmerbaum „Zappel von Flinz“

Zappel von Flinz

„Zappel von Flinz“ hat die Fähigkeit, orangefarbene Früchte auszubilden. Nur steckt er momentan in seiner bewegungsfreudigen Phase und würde diese – selbst wenn sie unter ständiger Bewegung tatsächlich heranreifen würden – diese bei einer seiner nächsten ökologisch motivierten Undergroundaktion sofort wieder abwerfen.

Der Adelige fühlte sich ein bischen als Star – so ganz im Rampenlicht auf der ökoRausch 2012 im Rautenstrauch-Museum. Inzwischen lebt er in Köln in ökologisch aktivem Umfeld.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt er in Köln.

Monstera „Mando Monti“

Mando Monti

Der Wanderer „Mando Monti“ möchte, nachdem er in seinen Tagträumen alle Gipfel der Erde erklommen hat, endlich seßhaft werden. 1,10 Meter ist er hoch und muß aus Platzgründen umziehen. Momentan liest er Abenteuerromane und schreibt seinen ersten Bergführer mit dem Titel „Auf den Pfaden Mando Montis – Abseilen leicht gemacht“, zu beziehen ab Herbst 2012 exklusiv über „Botano-Books“.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Leipzig.

Bambus „Zizy Zwirbel“

Zizy Zwirbel

Einst als Trendpflanze gefeiert, fand sich „Zizy“ eines Tages am Müll wieder. Dabei hatte alles so gut begonnen: Sie – das Geschenk zu einer Silvesterfeier, einer grandiosen Party, die bis zum Sonnenaufgang andauerte und mit einem fulminanten Brunch nahtlos in den Tag überging. Ihr Platz: der beste in der Wohnung. Was für ein Leben. Doch dann kam Ostern. Gelb blühende Narzissen namen ihren Platz ein, und „Zizy“ wanderte auf die schattige Seite der Wohnung. Nachdem es ihr dort nicht gutging und sie ihre strahlende Schönheit einbüßte, landete sie an Weihnachten auf dem Müll und mußte miterleben, wie ein prächtiger Weihnachsstern nun des besten Platz einnahm.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Zizy“ in Gießen.

Elefantenohren „Ulrich und Michaele Plopp“

Ulrich + Michaele

Die beiden sind die Super-Normalos. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann mit anschließender Tätigkeit bei der Genossenschaftsbank der Botanischen Gewächse.

Sie ist mittlerweile Frisörmeisterin mit eigenem Salon – ihr Spezialgebiet: die Fönwelle für Kakteen. Lange lebten sie in Kaufbeuren, bis die Bankenstadt Frankfurt rief.

Nach einem Praktikum bei der Deutschen Bank entschieden sie sich, als Aussteiger auf einer Fensterbank  zu leben.

Bereits adoptiert, inzwischen leben Ulrich und Michaele  in Gießen.

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Brotbaum „Toasty Brot“

Toasty Brot

Das Brutblatt oder auch Brotbaum genannt, ist Rapdancer und Ernährungswissenschaftler. Leider ist er noch immer arbeitslos, da sich die meisten Pflanzen nach wie vor von Licht und Nährstoffen aus der Erde ernähren. Der von Trendforschern  prognostizierte Fast-Food-Boom unter den „Clorophyllinen“, wie er Pflanzen zu nennen pflegt, läßt noch heute auf sich warten.

Also machte „Toasty“ sein Hobby zum Beruf und tourt im Sommer als rappender Toast durch Deutschland.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Toasty“ in Gießen.