Clivie „Theatre Experience“

Theatre Experience

Nach dem Vorbild früherer Musikpavillons formte sie sich zum ersten Miniaturtheater in einem Blumentopf. Ihre Erde steht für jedwede kulturelle Aktivität bereit und ihre Blätter sorgen nicht für eine ausgezeichnete Akustik, sondern bieten im Sommer zudem Schatten. Neben Poetryslam mit Maulwürfen, Konzerten mit Grillen und Zirpen, einer Oper mit Ameisen oder einem Rockkonzert mit Kakerlaken, gab es auch Performancetheater mit Käfern und Kellerasseln. Sie ist 45 cm hoch und 40 cm breit.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Münster.

Ficus „Trying to built a circle“

Trying to built a circle

Seit dem sein erstes Blatt das Tageslicht erblickte, wußte er: „Ich werde Künstler“. Doch keine Kunsthochschule nahm ihn auf und erst viel später bemerkte er, das seine Talente vielfältig waren und er anstatt eines akademischen Kontextes den Zugang zum wahren Leben suchte. Er reiste durch Europa, lebte drei Monate in Asien, kam jedoch immer wieder in seine Wahlheimat Hessen zurück. Nachdem er in vielen Kulturkreisen den Kreis als eine Urform erkannt hatte und seine Pläne, die Erde zu umrunden sich nicht in die Tat umsetzen ließen, beschloss er, seinen Wuchs kreisförmig zu gestalten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Dracaena „Vitali Draganos“

Vitali Draganos

Der Sohn einer russischen Babuschka-Malerin und eines japanischen Kung-Fu-Filmstars entzog sich früh der kreativen Welt seiner Eltern und wollte Boxer werden. Doch seine Physis spielte nicht mit. Nach dem dritten Krankenhausaufenthalt in Folge eines Boxkampfes sah er seine Zukunft eher im künstlerischen Bereich und experimentierte mit einer Mischung aus Technosounds und Spontan-Improvisation. Nachdem ihm das einen Aufenthalt in der Psychatrie einbrachte, entschied er sich für ein schnödes Leben als Zimmerpflanze.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Butzbach. R.I.P. 2020

Ficus „Luna Mimoso“

Luna Mimoso

Die zart besaitete „Luna Mimoso“ sucht ein neues Heim. Sie ist 1,50 Meter hoch und 90 cm breit. Sie wurde gerade umgetopft. „Luna“ braucht viel Licht; am besten Morgensonne und reagiert auf extreme Temperatur- oder Standortwechsel mit Blattabwurf. Sie ist Musikerin und Poetin und vertont gerade ihre ersten eigenen Gedichtzeilen.

Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Berlin.

Drachenbaum „The Wild Ones“

The Wild Ones

Die Punkband gründete sich bereits in den 1970er Jahren und erfährt gerade ihr Revival mit einer abstrusen Mischung aus Punk, Gospel und Techno. Ihre ersten Cross-Over-Experimente fanden spontan in einer WG statt und ein zufällig anwesender Clubbetreiber organisierte ihren ersten Gig nach Jahren der Zurückgezogenheit. Jetzt suchen sie eine neue Bleibe. Sie sind 1,50 Meter hoch und in der Krone 70 cm breit. Nach Jahren des Probens in dunklen Kellerräumen, suchen sie einen hellen Platz mit Morgen- oder Nachmittagssonne.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Berlin.

Korallenkaktus „Yellow Coral“

Yellow Coral

Der 80 cm hohe und 70 cm breite Korallenkaktus ist recht anspruchslos, möchte jedoch nicht herum geschoben werden. „Yellow Coral“ ist Musikerin und spielt selbst gebaute Instrumente, die sie aus Restmüll herstellt. Derzeit ist ihr erstes Unterwasserkonzert in Vorbereitung, was nahe der Elbphilharmonie uraufgeführt werden soll.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Frankfurt/M.

Meerzwiebel „Sara Onion“

Sara Onion

Die ca. 1,50 Meter hohe, weiß blühende „Sara Onion“ sucht ein neues Heim, indem sie nicht umher geschoben wird. Die Meeresbiologin forscht zur Freundschaft zwischen Zwiebeln und Algen und schreibt gerade ihre Dissertation zum Thema „Irrtümer der Meeresküche – eine neue Sichtweise auf Meerzwiebeln und Algen“.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Frankfurt/M.

Sukkulenten „Ups von Schrutz“

Ups von Schrutz

Seit frühester Jugend galt er als schräger Vogel, nur weil er sich nicht wie eine gewöhnliche Zimmerpflanze verhielt. Zunächst wollte er im Schlossgymnasium in Düsseldorf zur Schule gehen; besann sich dann aber eines Besseren und lebte zunächst als Zimmerpflanze in einem Kinderladen. Doch nur für kurze Zeit; denn mehrmals täglich wurde er durch Bälle oder andere fliegende Gegenstände aus seinem Topf katapultiert. Der Zufall wollte es, das er die Toten Hosen auf einer ihrer Tourneen begleitete. Im Anschluß gründete er eine botanische Punkband, die einmal jährlich in Düsseldorf gastiert.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Frankfurt/Main.

Geldbäume „Three Signs of Wealth“

Sie haben die Gabe, den Wohlstand der Menschen in ihrem Lebensumfeld zu vermehren. Ob dieser im Materiellen, im zwischenmenschlichen – oder im ideellen Bereich liegt, hängt ganz von der Persönlichkeit und Situation des jeweiligen Menschen ab. In jedem Falle aber sind die Drei eine Bereicherung, da sie zweimal im Monat in ihrem Topf musizieren. Ihr Schwerpunkt liegt auf Percussion und Dub Step. Seit kurzem laden sie Gastmusiker ein.

Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Frankfurt/M.

„The Way to Success“

The Way to Success

Auch wenn sie von Ferne betrachtet nicht gerade schön erscheint, hat sie neben wenigen Blättern an ihrer Spitze bereits eine erste Blüte ausgebildet. Ihre Blätter sind mit einem Muster überzogen und kein Blatt gleicht dem anderen. Sie verbindet Zielstrebigkeit mit einer auf Individualität basierenden Schönheit und setzt sich dafür ein, Pflanzen aus dem engen Korsett des symmetrischen Wuchses zu befreien.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.