Sanseverie „Both Sides of the Story“

Both Sides of the Story

Sie ist die geborene Vermittlerin schlechthin. Immer hat sie die beiden Seiten einer Medaille klar vor Augen, weshalb es ihr manchmal schwer fällt, Partei für eine Seite innerhalb von Streitschlichtungen zu ergreifen. Sie setzt vielmehr auf ein selbstregulierendes Prinzip, das sie in ihren Klienten freisetzt, indem sie diesen mittels verschiedener Bewegungs- und meditativer Übungen aus ihren Alltagsverstrickungen heraus holt. Die von ihr entwickelte Methode findet seit kurzem Anwendung in einem Modellversuch in einem Gießener Kleingarten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Orchidee „E.T.“

E.T.

Schon immer fühlte er sich merkwürdig einsam und melancholisch. Ein von ihm konsultierter Coach sah das in seinen falschen Erwartungen an ein Leben als Zimmerpflanze begründet. Da fiel es ihm wie Erde von den Luftwurzeln: nie hatte er sich selbst als Zimmerpflanze definiert. Als ihm klar wurde, das er ein Leben hoch in den tropischen Bäumen nicht würde führen können, entschied er sich, über eine seiner Luftwurzeln Kontakt mit seiner Umgebung aufzunehmen. Bis heute kann er die Reaktionen darauf nicht richtig deuten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Orchidee „Ina Infinity“

Ina Infinity

Auch „Ina“ gehört zu den extrem freiheitsliebenden Pflanzen. Ihren Topf als kleine Basistation möchte sie jedoch nicht missen.  „Ina“ trainiert täglich ihr Wachstum in Richtung Unendlichkeit, indem sie sich in meditativen Übungen den sie umgebenden Raum in die Unendlichkeit ausdehnt und ihre Blatträndern mit dem Ende des Universums verbindet. Diese regelmäßige Praxis beeinflusst nicht nur ihr Wachstum, sondern beschert ihr einen großen inneren Frieden.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Orchidee „The Twist“

The Twist

Sie ist die erste Orchidee, die vollkommen ohne das Gefühl des Anhaftens lebt. Über unzählige Generationen hinweg lebten ihre Vorfahren als Epiphyten auf Bäumen. Als diese dann jäh ihren Heimatbäumen entrissen und nach Europa gebracht wurden, begann eine tiefgreifende Wandlungsphase an deren Ende sich die Orchideen in ihren kleinen Töpfen fast heimisch zu fühlen schienen. Die dauerhafte Bindung an einen Baum galt fortan als überholt und fast rückständig. In Folge entstand ein größeres Gefühl von freiheitlicher Ungebundenheit, die bei „The Twist“ schließlich dazu führte, durch Tanz ihren Topf zu verlassen und sich tatsächlich fort zu bewegen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Lützelinden.

Orchidee „Fly“

Fly

Von frühster Kindheit an träumte sie vom Fliegen. Schon ihre Eltern hatten ihr die Geschichen ihrer Urahnen erzählt, die einst hoch oben in den Bäumen der Urwälder lebten und dort dem Himmel so nah waren, das sie das Gefühl hatten, die Sterne ergreifen zu können. Mannigfaltige Mythen rankten sich um das Fliegen. Sie wurden Generation zu Generation rein mündlich überliefert und drohen in Zeiten der weltweiten Abholzung von Wäldern und der zunehmenden Isolation von Pflanzen in Töpfen verloren zu gehen.  Aus diesem Grund entwickelt „Fly“  seit ein paar Jahren das pflanzliche Internet weiter. Ihre Podcasts mit Hörfassungen der Jahrhundete alten Pflanzenmythen finden weltweit immer mehr Abonnenten und werden jetzt erstmals ins Englische übersetzt, um sie auch Menschen zugängig zu machen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Orchidee „Being Connected“

Being Connected

Das Performance-Duo arbeitet zum Thema „Verbindungen“ und sieht sich selbst zunächst als lebende Skulptur. In ihren Performances thematisieren sie ihr Sujet im Spannungsfeld von Materialität und Flüchtigkeit. Oftmals beziehen sie Besucher*innen in die von ihnen kreierten „Wahrnehmungsfelder“ mit ein. Sie arbeiten mit Multilayer-Feedbackschleifen, die ihrerseits – unzählige zeitgleich existierende Verbindungsebenen evozieren und vom Prinzip an den Obertongesang erinnern.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Gießen.

Monstera „Philosophus“

Philosophus

„Philosophus“ ist Musiker und ist bekannt für seine Fusion-Alben, die philosophische Zitate mit aktuellen Meldungen ökologischer Katastrophen verbinden. So ist ihm ein einzigartiger Musikstil gelungen, mit dem er auch kommerziell erfolgreich ist. Sein aktuelles Album spielt er ihn den „Botanical Crack Down Studios“ in Chicago ein. Die im März 2019 beginnende Welttournee – eine Multimediashow mit virtuellen Musiker*innen – ist nahezu ausverkauft. Seine kreativen Pausen gönnt sich „Philosophus“ in Frankfurt/M.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Offenbach.

Sanseverie „Kakadu Style“

Kakadu Style

Nach extremer Vernachlässigung war es mit ihrer Schönheit definitiv vorbei. Zunächst war sie sehr betrübt darüber. Als dann jedoch die Vögel begannen, sie um ihr Gefieder zu beneiden und schließlich einen speziesübergreifenden Wettbewerb um das schönste Federkleid ausriefen, gewann „Kakadu Style“ zu ihrer Überraschung in der Kategorie „Exotische Federgewänder“. Seitdem nennt sie sich „Kakadu Style“ und bietet Kreativ-Coachings für Pflanzen in Lebenskrisen an. Sie ist 55 cm hoch.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Münster.

Bromelie „Brad Brom“

Brad Brom

„Brad Brom“ wurde zum leider Verhängnis, verblüht zu sein. Und so landete er auf dem Müll. Er, der der Meinung ist, das Blüten völlig überschätzt sind, pflegte einen symmetrischen Wuchs und arbeitete an seiner Ausstrahlung. Doch zu den gnadenlosen Selbst-Optimierern möchte er nicht gezählt werden. Er genießt seine Tage jedoch mehr, wenn er gut drauf ist und auch seine Umgebung beeinflusst das in der Regel positiv. „Brad“ liest gerne schwedische Krimis und schaut gern Talk-Shows. Ihn interessiert die Mtivation von Menschen für ihr Handeln.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Sanseverie „Perfect Starter“

Perfect Starter

Die Straßenkämpferin lebte für längere Zeit im Freien und konnte im Frühjahr vom Müll gerettet werden. Nach einer Erholungspause und vielen sonnigen Monaten in einem Frankfurter Garten sucht sie jetzt ein neues Heim. Egal was das Multitalent beginnt; sie schafft es stets optimal zu starten, was natürlich entscheidend zum Erfolg ihrer Vorhaben beiträgt. Ihr jüngstes Projekt ist ein Büchsentelefon für Igel, um vor dem Winter diejenigen aufzuspüren, die zu klein oder zu dünn geblieben sind. Sie ist 1,05 Meter hoch.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Dreieich.