Kaktus „Max Elbow“

Max Elbow

Der friedliebende „Max“ setzt seine Ellenbogen nur bei Bedrohung ein und das aufgrund der Vielzahl seiner Stacheln höchst effektiv. Sein Wuchs erklärt sich aus seiner Vorliebe für Tanz, doch da sein Biorhyhmus sehr langsam ist, wird sein Körper eher als Skulptur wahrgenommen.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Lollar.

Lilie „Lilo Wunder“

Lilo Wunder

Die wundersame Lilo wird aufgrund ihres schrägen Humors und ihrer Fähigkeit, die Farbe ihrer Blätter beim starken Lichtungterschieden zu wechseln, oft selbst als Wunder bezeichnet. Dabei möchte sie einfach ein friedliches Leben als Topfpflanze führen. Manchmal jedoch bringt sie mit ihrem Humor ganze Scharen von Kleinstlebewesen zum Lachen. Sie denkt also gerade über eine eigene kleine Comedy-Show nach.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt sie in Frankfurt/M.

Hoya „Der Ondo Xaver“

Der Ondo Xaver

Noch immer verrät sein Vorname seine bayrische Herkunft. Und wie sehr litt er in seiner Kindheit darunter, nicht in eine Familie im Umfeld der Porzellan Manufakturen hinein geboren worden zu sein. Erschwerend kam der süßliche Duft seiner Blüten hinzu, der sich in seiner Jugend für einen Jungen „nicht ziemte“. Heute setzt er sich für Gendergerechtigkeit unter Pflanzen ein. Seine Parfümkreation ist derzeit in der Film- und Modebranche stark gefragt.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt er in Frankfurt/Main.

Bambus „Der Ahne“

Der Ahne

Der Überlebende einer Silvesterfeier sieht sich als Ahne aller saisonal gezüchteten Pflanzen, wie Weihnachtssterne zu Weihnachten und Glücksklee sowie Glücksbambus zu Silvester. Vor einigen Wochen nahm er die Ahnenforschung auf und recherchiert gerade zu Bambus im Film. Aufgrund des Lockdowns kann er derzeit nicht ins Frankfurter Filmmuseum gehen und so startete er erstmal eine online-Umfrage.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt er in Gießen.

Kaktus „Cutting Edge“

Cutting Edge

Der kürzlich verunfallte Kaktus interessierte sich schon immer für Avandgarde und Underground. Im pflanzlichen Kosmos entstandenen die ersten Punkbands in der Distelszene, während Salons und spiritistische Seancen vor allem bei den Krokodilbäumen Madagaskars und den Kandelaberkakteen Mexikos entstanden. „Cutting Edge“ legt gerade eine Phase der Rekonvaleszens ein und freut sich über ein Kakteen kundiges Heim.

„Cutting Edge“ hat leider das Zeitliche gesegnet und weilt nicht mehr unter uns.

Kalanchoe „Bröt Chen“

Bröt Chen

Die umgangssprachlich auch als Goethepflanze bekannte Kalanchoe Art entstammt einer chinesischen Bäcker Dynastie, die heute in New York vor allem für ihre Variationen der klassischen Dampfbrötchen bekannt ist. Mit Füllungen wie Tex Mex, Krauts oder Danish apple gelingt ihnen eine kulinarische Fusion, auf die inzwischen auch die Sterneküche aufmerksam wurde. In Frankfurt/M arbeitet „Bröt Chen“ an einer Variante mit Handkäs und Apfelwein.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt sie in Essen.

Kalanchoe „Arecibo Lux“

Arecibo Lux

Benannt nach dem ehemals größten Radioteleleskop der Welt, sucht die blühende Schönheit ein Astronomie affines Heim. Das unter anderem aus dem James-Bond-Film „GoldenEye“ bekannte Radioteleskop Arecibo in Puerto Rico wurde in den 1960er Jahren erbaut und stürzte im Dezember 2020 ein. Durch das Telekop wurden Anfang der 1990er Jahre die ersten Exoplaneten entdeckt, also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. „Arecibo“ gründete nun einen Fanclub pflanzlicher Individuen, die sich der Astronomie verbunden fühlen.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt er in Gießen.

Lilie „Antenna von Struck“

Antenna von Struck

Wegen ihrer feinen Sensorik, Schwingungen des Äthers aufzunehmen und diese in für Pflanzen verständliche Signale umwandeln zu können, erhielt sie schon im zarten Kindesalter ihren Namen. „Antenna“ arbeitet gerade an der Ausdehnung ihrer feinstofflichen Antennen und versucht derzeit, Signale vom Mars zu empfangen. Zuschaffen machen ihr derzeit noch die Störgeräusche unzähliger Satelliten.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt sie in Gießen.

Schefflera „Am Ende des Regenbogens“

Am Ende des Regenbogens

Die fast 2 Meter hohe kraftvolle Pflanze beschäftigte sich in den 23 Jahren ihres Lebens fast ausschließlich mit dem Licht. Seit 10 Jahren erforscht sie Regenbogen und die Brechung von weißem Licht in einzelne Spektralfarben. Ihre aus diesen Forschungen entwickelte philosophische Poesie legt schlüssig dar, warum das Ende des Regenbogens nur grün sein kann.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt sie in Hannover.

Schefflera „Katharina Khalo“

Katharina Khalo

Lange lebte „Katharina“ unter dem Familiennamen Schmidt. Ihre Kunst interessierte Familie brachte Katharina von Kindeswurzeln an besonders die Künstlerinnen nahe. Noch immer erinnert sie sich an die beeindruckende Einzel-Ausstellung von Frida Khalo in der Frankfurter Schirn, deren Nachnahmen sie annahm. Ihre Bewunderung und Wertschätzung für Khalos Leben und Werk auf diese Weise zum Ausdruck bringend, war sie mehr als schockiert darüber, als ihr heimische Disteln vor zwei Wochen „Kulturelle Aneignung“ vorwarfen und sie aufforderten, sich bei den Nachfahren Frida Khalos zu entschuldigen. Zum Glück waren die Schmidts schon immer starke Persönlichkeiten, die sich von derlei nicht beeindrucken lassen.

Bereits adoptiert Inzwischen lebt sie in Eschborn.