Sternsukkulente „A Star is born“

A Star is Born

„A Star is born“ begann ihre Karriere als Straßenmusikerin und wurde dort von einem ausrangierten älteren Kaktus entdeckt, der ihr die Türen ins internationale Musikbusiness öffnete, indem er ihre Songs für einen begrenzten Zeitraum zum kostenlosen Download anbot. Aufgrund ihrer Stimmgewaltigkeit und ihren einfühlsamen Lyrics war die Nachfrage derart groß, das die Server der Streaming-Platformen kurzzeitig zusammen zu brechen drohten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Münster.

Sternsukkulenten „Einsteins Erben“

Einsteins Erben

Die Überwindung der Schwerkraft ist ihr vorrangig Lebensziel. Sie studieren nicht nur die Erkenntnisse Einsteins oder Stephen Hawkings, sondern beschäftigen sich intensiv mit fernöstlichen Weisheitslehren und Methoden. Sie schätzen das Leben als Zimmerpflanze außerordentlich, denn es beschert ihnen ein Leben in Müßiggang. Doch auch dessen Kehrseite lernten sie bereits kennen, als sie vernachlässigt einfach entsorgt wurden und zu ihrem großen Glück in der Pflanzenklappe landeten.

Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Gießen.

Sternsukkulente „Zoppo und Tamara“

Zoppo und Tamara

Die beiden lernten sich Ende der 1970er Jahre beim Trampen von Berlin nach Frankfurt kennen und sind seitdem unzertrennlich. Sie genießen das Leben als gewöhnliche Zimmerpflanze, das ihnen den Zugang zum Internet beschert und damit den Zugriff auf unzählige Songs. Momentan hören sie südamerikanischen Punk und Tanzen dazu so heftig, das es sie fast aus ihrem Topf zu katapultieren scheint.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Gießen.

Sternsukkulente „Updating Social Communities“

Updating Social Communities

Die IT-Expertin entwickelt gerade ein offline-social-network nach dem Vorbild von Freundschaften der Prä-Internet-Ära. Auch wenn es heute für die meisten außerhalb jeder Vorstellung liegt, wie Verabredungen ohne Internet und Anrufbeantworter überhaupt möglich sein könnten, so belegt sowohl die Geschichte, als auch die von „Updating Social Communities“ geführten umfassenden Studien basierend auf tausenden von Interviews, das Freundschaften und Verabredungen in den meisten Fällen als wesentlich verbindlicher erlebt wurden. Auf dieser Erkenntnis aufbauend, entwickelt sie gerade eine programmatische Vorgehensweise, um diese Qualität in heutigen „Social Communities“ zu implementieren.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Sanseverie „Both Sides of the Story“

Both Sides of the Story

Sie ist die geborene Vermittlerin schlechthin. Immer hat sie die beiden Seiten einer Medaille klar vor Augen, weshalb es ihr manchmal schwer fällt, Partei für eine Seite innerhalb von Streitschlichtungen zu ergreifen. Sie setzt vielmehr auf ein selbstregulierendes Prinzip, das sie in ihren Klienten freisetzt, indem sie diesen mittels verschiedener Bewegungs- und meditativer Übungen aus ihren Alltagsverstrickungen heraus holt. Die von ihr entwickelte Methode findet seit kurzem Anwendung in einem Modellversuch in einem Gießener Kleingarten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Orchidee „E.T.“

E.T.

Schon immer fühlte er sich merkwürdig einsam und melancholisch. Ein von ihm konsultierter Coach sah das in seinen falschen Erwartungen an ein Leben als Zimmerpflanze begründet. Da fiel es ihm wie Erde von den Luftwurzeln: nie hatte er sich selbst als Zimmerpflanze definiert. Als ihm klar wurde, das er ein Leben hoch in den tropischen Bäumen nicht würde führen können, entschied er sich, über eine seiner Luftwurzeln Kontakt mit seiner Umgebung aufzunehmen. Bis heute kann er die Reaktionen darauf nicht richtig deuten.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Orchidee „Ina Infinity“

Ina Infinity

Auch „Ina“ gehört zu den extrem freiheitsliebenden Pflanzen. Ihren Topf als kleine Basistation möchte sie jedoch nicht missen.  „Ina“ trainiert täglich ihr Wachstum in Richtung Unendlichkeit, indem sie sich in meditativen Übungen den sie umgebenden Raum in die Unendlichkeit ausdehnt und ihre Blatträndern mit dem Ende des Universums verbindet. Diese regelmäßige Praxis beeinflusst nicht nur ihr Wachstum, sondern beschert ihr einen großen inneren Frieden.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Orchidee „The Twist“

The Twist

Sie ist die erste Orchidee, die vollkommen ohne das Gefühl des Anhaftens lebt. Über unzählige Generationen hinweg lebten ihre Vorfahren als Epiphyten auf Bäumen. Als diese dann jäh ihren Heimatbäumen entrissen und nach Europa gebracht wurden, begann eine tiefgreifende Wandlungsphase an deren Ende sich die Orchideen in ihren kleinen Töpfen fast heimisch zu fühlen schienen. Die dauerhafte Bindung an einen Baum galt fortan als überholt und fast rückständig. In Folge entstand ein größeres Gefühl von freiheitlicher Ungebundenheit, die bei „The Twist“ schließlich dazu führte, durch Tanz ihren Topf zu verlassen und sich tatsächlich fort zu bewegen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Lützelinden.

Orchidee „Fly“

Fly

Von frühster Kindheit an träumte sie vom Fliegen. Schon ihre Eltern hatten ihr die Geschichen ihrer Urahnen erzählt, die einst hoch oben in den Bäumen der Urwälder lebten und dort dem Himmel so nah waren, das sie das Gefühl hatten, die Sterne ergreifen zu können. Mannigfaltige Mythen rankten sich um das Fliegen. Sie wurden Generation zu Generation rein mündlich überliefert und drohen in Zeiten der weltweiten Abholzung von Wäldern und der zunehmenden Isolation von Pflanzen in Töpfen verloren zu gehen.  Aus diesem Grund entwickelt „Fly“  seit ein paar Jahren das pflanzliche Internet weiter. Ihre Podcasts mit Hörfassungen der Jahrhundete alten Pflanzenmythen finden weltweit immer mehr Abonnenten und werden jetzt erstmals ins Englische übersetzt, um sie auch Menschen zugängig zu machen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Orchidee „Being Connected“

Being Connected

Das Performance-Duo arbeitet zum Thema „Verbindungen“ und sieht sich selbst zunächst als lebende Skulptur. In ihren Performances thematisieren sie ihr Sujet im Spannungsfeld von Materialität und Flüchtigkeit. Oftmals beziehen sie Besucher*innen in die von ihnen kreierten „Wahrnehmungsfelder“ mit ein. Sie arbeiten mit Multilayer-Feedbackschleifen, die ihrerseits – unzählige zeitgleich existierende Verbindungsebenen evozieren und vom Prinzip an den Obertongesang erinnern.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Gießen.