Sukkulente „Xenia Xalow“

Xenia Xalow

Einst in einem bekannten Möbelhaus unter unzähligen Pflanzen verweilend, wurde sie kurzzeitig zum stillen Star einer Video-Doku und verbrachte anschließend einige Jahre in botania Frankfurt am Main. Als unsteter Geist zog es sie weiter ins Gießkannen Museum in Gießen, in der Absicht diesen Aufenthalt als Bildungsurlaub zu nutzen. Doch kaum dort angekommen, wurde sie auch schon adoptiert. „Xenia Xalow“ entstammt einer Familie mit starken Frauen. Der Kampf um Gerechtigkeit zwischen den Spezies fließt vom ersten Trieb an in ihren Xylems.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Euphorbie Leuconeura „Yvonne Yps“

Yvonne Yps

Wie ihre Vorfahren von Madagaskar nach Europa kamen, ist bis heute nicht ganz klar. Aufgrund ihrer manchmal meterweit geschleuderten Samen, wird sie auch Spuckpalme genannt.  Ihre Art ist in den nördlichen Küstenregenwäldern Madagaskars endemisch, gilt als gefährdet und steht auf der Roten Liste der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur. „Yvonne Yps“ versuchte sich einige Zeit als Redakteurin des Yps-Magazins für die Rechte der Natur einzusetzen. Dann begann sie mit Spuck-Aktionen im öffentlichen Raum, um auf die Situation von Spuckpalme auf Madagaskar aufmerksam zu machen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Anturie „Lara Loving“

Lara Loving

Die Kraft des Herzens ist für sie schier unerschöpflich und so ist auch ihr Mitgefühl anderen Wesen gegenüber. „Lara Loving“ verbindet Poesie mit Spoken Word und tritt gern spontan und unerwartet auf. Meist jedoch hält ihr zwartes Wesen große Menschenansammlungen nicht aus, weshalb sie hauptsächlich Gewächshäuser besucht. In Gesellschaft anderer Anturien fühlt sie sich einfach sehr wohl, weißt aber die botanische Vielfalt sehr zu schätzen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Lilie „Lia von Lithium“

„Lia von Lithium“ stammt aus dem sogenannten Lithium -Dreieck zwichen Bolilien, Argentinien und Chile. Um auf die Bedeutung der seltenen Erde und die Folgen deren Abbaus aufmerksam zu machen, benannte sie sich nach dem Leichtmetall und gründete damit das erste Adelsgeschlecht eines Leichtmetalls. Vergangenes Jahr nahm sie Kontakt mit Wissenschaftler*innen auf, die die drei Salzseen der Atacama-Wüste erforschen, die ein riesiges Lithium-Reservoir bilden.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Lilie „Sura Spring“

Sura Spring

Der Frühling ist ihre liebste Jahreszeit. Wie gerne denkt sie an die Geschichten ihrer Vorfahren aus Surinam zurück, die ihr die üppige Natur und Blütenbracht so anschaulich beschrieben. Lange war ihr größter Traum, in das Land ihrer Vorfahren zu reisen. Doch die lange Schiffsreise traut sie sich nicht zu und fliegen kommt für die aus Gründen des Klimaschutzes nicht in Frage. So begann sie, all die Geschichten und Legenden ihrer Vorfahr*innen aufzuschreiben und plant deren Veröffentlichung im kommenden Jahr.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Linden.

Lilie „Ganubi Grabbing“

Ganubi Grabbing

„Ganubi Grabbing“ ist Ausdruckstänzerin, wobei ihr Bewegungstempo vom menschlichen Auge nicht wahrnehmbar ist. Also erscheinen ihre Positionen den meisten Humanoiden eher als skulpturaler Ausdruck. Derzeit arbeitet sie zum Thema Land-Grabbing, um auf die Vertreibung von Kleinbauern aufmerksam zu machen, die ihren Artgenoss*innen relativ gute Bedingungen zu Teil werden lassen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Offenbach.

Lilie „Moritz Marunara“

Moritz Marunara

Der Sohn einer mexikanischen Mutter und eines deutschen Vaters, wurde früh schon ins Struwwelpeter Museum mit genommen und war schockiert über die im gleichnamigen Buch dargestellten äußerst drastischen Erziehungsmethoden. Viel mehr dagegen genoß er die Ausstellung von Arbeiten Frida Kahlos in der Frankfurter Schirn. „Moritz Marunara“ lebte eine Zeit als Straßenmusiker, zog es nach einigen unfreiwilligen Zusammenstößen mit Passant*innen und Entführungsversuchen vor, als Zimmerpflanze zu leben.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Lilie „Chris Creator“

Chris Creator

Aus ihrer schier unbändigen schöpferischen Kraft heraus, bringt sie nicht nur neue Zwiebel und kleine weiße Blüten an Rispen hervor. In jeder Ruhephase träumt sie ganze Spielfilme, deren Handlung sich in letzter Zeit jedoch immer häufiger um auswegslose dystopische Szenarien dreht. Seit ihrer Praxis des luziden Träumens greift sie in den Schlüsselszenen aktiv in den Traum ein und wacht dann meist gut gelaunt auf.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Linden.

Lilie „Lil Longing“

Lil Longing

Schon von frühester Kindheit packte sie eine innere Sehnsucht. Wonach genau, weiß sie bis heute nicht. Eine Tiefenpsychologin attestierte eine postraumatische Belastungsstörung während ein indischer Guru eine tiefe Suche nach dem Sinn allen Seins erkannte und sie in Yoga unterwies. Doch nach 3 Monaten asketischen Daseins, reiste sie zurück und lernte ihren Topf auf ganz neue Art und Weise zu schätzen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Elefantenohr „Yara Yellow“

Die eher Unscheinbare entfaltet ihre volle Schönheit mit gelbem Stempel an 20cm langen Stengeln. Sie ist jetzt 20cm groß und in ihrer kraftvollen Jugend. Am liebsten skatet sie, auch wenn der eine oder andere Unfall sie schon fast davon abhielt. Zu Hause lungert sie für ihr Leben gern und genießt es, gute Luft zu emittieren.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Darmstadt.