Sukkulente „Wizzard von Strongendonk“

Wizzard

Kauziger Althippie mit hervorragenden Kenntnissen über Gewürze, der mehrmals die alten Handelsstraßen von China nach Indien bereiste, bis er eines Tages einen Koch traf und mit ihm in Europa die erste Kochschule eröffnete. Nachdem er die Verwendung zahlreicher Artgenossen als Speisenzutat miterleben mußte, schrieb er eine Philosophie des humanen Umgangs mit der Pflanze als solcher und der Behandlung der Gewürzpflanzen im Besonderen. Pflanzen waren seiner Ansicht nach unter gewissen Umständen durchaus bereit, sich verspeisen zu lassen.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Wizzard“ in Gießen.

Grünlilie „Office Star“

Office Star

Die völlig zu Unrecht aus der Mode gekommene Pflanze Grünlilie erfährt derzeit eine Renaissance. „Office Star“ ist eine von ihnen und eine brillante Luftreinigerin. Besonders also für diejenigen geeignet, die in stickigen Büros mit zahlreichen elektronischen Gerätschaften ihr berufliches Dasein fristen und die Bedeutung des Wortes „Frischluft“ nur noch vom Wochenendausflug ins benachbarte Umland erfahren. „Office Star“ ist zudem eine tolle Übersetzerin. Ihr Spezialgebiet: Hindi – Urdu.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt inzwischen in Gießen.

Sukkulente „Luminos“

Luminos

„Luminos“ liebt Licht wie alle Pflanzen, doch würde sie am liebsten mit nur drei Stunden Dunkelheit auskommen. Ihr Stoffwechsel ist extrem schnell, die Photosynthese läuft in Lichtgeschswindigkeit, so das sie Unmengen von CO2 aufnehmen und in Sauerstoff umwandeln könnte. Momentan scheitert sie noch an den klimatischen Voraussetzungen, denn sie benötigt dafür eine konstante Temperatur von 35 Grad elsius bei 21 Stunden Sonnenlicht täglich.

 

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Ficus „Joshi Koi vom Goldfischteich“

Joshi Koi

Botanische Eigenbötlerin und Koi-Liebhaberin mit japanischen Vorfahren. Ihre Mutter wanderte in den 1970er Jahren nach Deutschland aus. Sie selbst schloss sich früh der Hippiebewegung an, war Fan von Yoko Ono und Teil einer ihrer Performances.

Das Einzige was sie während der Flower-Power-Zeit wirklich vermisste, war die japanische Eleganz und Reduziertheit ihrer frühen Kindheit. Stilistisch lag sie nie auf einer Linie mit der Hippiebewegung, wenn sie auch deren Visionen hoch schätzte.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt sie in Gießen.

Aloe Vera „Helena Rubinos“

Helena Rubinos

„Helena Rubinos“ ist die Entwicklerin der ersten Naturkosmetiklinie für betuchte Pflanzen und Begründerin des gleichnamigen Unternehmens.

Zu ihren Kundinnen zählen überwiegend Geldbäume aus der ganzen Welt, aber auch einige Intellektuelle, die sogenannten „Goethepflanzen“.

Derzeit forscht sie in Gießen nahe des Botanischen Gartens
und hat in Gießen eine neue Bleibe gefunden.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt sie in Gießen.

Grünlilie „Gakel von Lös“

Gakel von Lös

„Gakel“ ist kleinster von fünf Geschwistern und verdankt seinen Namen seines in frühen Jahren etwas kümmerlichen Wachstums. Er ist ein äußerst talentierter Heilpraktiker, der die Vorzüge der Heilerde sehr zu schätzen weiß. In seiner Freizeit spielt er die Ukulele und träumt von einem Gastauftritt im Ukulele Orchester of Great Britain. Zwischenzeitlich lungerte er im GIesskannenmuseum Giessen und testet die verschiedensten Giesskannen auf ihre Eignung als Instrument.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Gakel von Lös“ in Gießen.

Grünlilie „Cosima Spring“

Cosima Spring

Die ehemalige Kinopflanze aus dem legendären „Valentin“ sucht ein neues Wirkungsfeld. Die Cineastin und ehemalige Geliebte von Lord von Botania zu Clorophyll Lichtensein ist ökologische Aktivistin der ersten Stunde – zu einer Zeit, als das Wort noch erfunden werden mußte und niemand im Traum an einen derart gewichtige Rolle von Pflanzen in der Gesellschaft dachten.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Cosima Spring“ in Gießen.

Grünlilie „Cinema Paradiso“

Cinema Paradiso

„Cinema Paradiso“ ist Nachfahrin der KInopflanzen des ehemaligen Truppenkinos „Valentin“ in Frankfurt, was sich als Programmkino einen Namen machte und erst kürzlich umziehen mußte, da das Kinogebäude aus den 1950er Jahren dem Bau einer KIta weichen mußte. Kurz vor dem Abriss des Gebäudes standen „Cinema“ und Freunde bei Minusgraden im Freien und konnten im benachbarten „Botania“ überwintern.

Nach Zwischenstopp im Gießkannenmuseum Gießen hat „Cinema Paradiso“ jetzt ein neues Wirkungsfeld in Gießen.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Cinema Paradiso“ in Gießen.

Tronco „Basquiat“

Basquiat

Botanischer Popart Künstler, der unter der Gnade der späten Geburt leidet. Wie gern wäre er Andy Warhol persönlich begegnet…Er tröstet sich damit, das der Kontakt wahrscheinlich schon an Sprachbarrieren gescheitert wäre. Oder schlimmer noch: er wäre schlicht als gewöhnliche Yucca verkannt worden.

Wobei auch die Yuccas oder auch Troncos eher in den 1970er Jahren bis in die 1980er hinein ihre Hoch-Zeit als Zimmerpflanze in unzähligen WGs feierten.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Basquiat“ in Giessen.

Sukkulente „Right said Fred“

Right said Fred

„Right said Fred“ sucht noch immer nach dem Captain und weigert sich weiterhin, Shirts zu tragen, auch wenn seine Sexyness nicht mehr ganz so prickelnd, wie vor 20 Jahren ist.

Anyway – Freds Qualitäten beschränken sich wahrlich nicht auf sein Äußeres.

Seitdem er das Showbiz verlassen hat, schreibt er Lyrik, die er später a-capella vertonen möchte.

 

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Right said Fred“ in Gießen.