Ficus „Greenaway“

Greenaway

„Greenaway“ liebt Üppiges. Besonders Licht. Des nächtens schaut er gerne – meist heimlich und unbemerkt – Filme und stellt sich dabei vor, wie es wäre, die Handlung beeinflussen zu können und den gleichen Film in unendlichen Varianten zu sehen. Manchmal fragt er sich dann, ob nicht die verblassende Erinnerung und das, was die Phantasie in die entstandenen Lücken einfügt, nicht genau diesen Effekt haben.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Greenaway“ in Münster.

Yucca „Yukatan“

Yukatan

„Yukatan“ ist Adoptivkind mit unbekannter Herkunft. Als Kleinkind im Alter von drei Jahren wurde sie von einer Diplomatenfamilie in Frankfurt aufgenommen und verstand sich bestens mit Max, der ein Jahr jünger war. Selbst ein Unfall – beim Raufen beider Kinder verletzte Yukatan Max am Augenlied schwer – konnte die Liebe der Eltern nicht ins Wanken bringen. Doch dann merkte Yukatan, das so ein menschliches Teenagerleben gar nichts für ihn war, besann sich auf seine Wurzeln, die leider in einem Blumentopf steckten und ergründete seine pflanzliche Identität. Er zog ins Büro des Diplomaten, dessen Name ungenannt bleiben soll, und sucht jetzt, nachdem dieser aus beruflichen Gründen mit seiner Frau ins Ausland ging – ein neues zu Hause.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt er in Frankfurt.

Clivie „Samantha“

Samantha

„Samantha“ ist Nachfahrin einer Herzogin aus dem Norden Englands namens „Clive“. Geboren im Ruhrpott, wuchs sie rau aber herzlich auf. Kaum volljährig, zog es sie zu ihren Urahnen nach Südafrika, wo sie drei Jahre in Johannesburg verbrachte. Sie studierte Ethnologie und untersuchte den Zusammenhang zwischen Apartheid und der Emmigration von Clivien, konnte diese Arbeit Anfang der 80er Jahre jedoch nicht fortsetzen. Sie ging zurück nach Deutschland, führte bis vor kurzem ein abwechslungsreiches Leben als stille Beobachterin im Technischen Rathaus Frankfurt. Beim Auszug wurde sie von einem beherzten Mitarbeiter gerettet und an botanoadopt übergeben.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Samantha in Frankfurt Höchst.

Grünlilie „Hermelinde“

Hermelinde

„Hermelinde“ ist eine anspruchslose freundliche Zimmerpflanze, die nach Jahren des Globetrotterdaseins endlich eine dauerhafte Bleibe sucht, um Wurzeln zu schlagen. Noch vor kurzem weilte sie in Südindien in einem der zahlreichen Ashrams, um innere Weisheit zu erlangen. Ein Yogi riet ihr, sich in Europa niederzulassen, am besten auf einer gemütlichen Fensterbank mit ausreichend Platz.  Anfang Dezember war es dann soweit: Ankunft am Rhein-Main-Airport und dann die vorübergehende Aufnahme in botania – ein Geheimtipp für Pflanzen mit Migrationshintergrund.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Hermelinde“ in Frankfurt/M.

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Grünlilie „Bernd“

Bernd

„Bernd“ wurde auf einer Fensterbank geboren. Im Technischen Rathaus in Frankfurt. Auf der Sonnenseite des Gebäudes mit Blick auf die Schirn. Er lebte erst im dritten-, später im fünften Stock und lernte lesen und schreiben von einem städtischen Beamten. Mangels Schulbüchern und auch um den Unterricht geheim zu halten, hatte er die Aufgabe alle Ausstellungsankündigungen an der Fassade der gegenüberliegenden Schirn zu lesen. Im Laufe der Jahre lernte er nicht nur das komplette Alphabet, sondern auch eine Menge über Kunst. Sein größter Wunsch ist ein neues zu Hause in kulturellem Umfeld.

Bernd hat neue Freunde gefunden und wird in Zukunft in den Redaktionsräumen und im Studio von „rheinmaintv“ als Lektor und Berater für kulturelle Fragen zu Rate gezogen werden.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Bernd“ in Frankfurt/Main.

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Fensterblatt „Visionata“

Visionata

„Visionata“ hat Dank innerer Weitsicht, scharfem Verstand und emotionaler Intelligenz das Zeug zur idealen Beraterin in allen privaten und beruflichen Lebenslagen. Aufgrund ihrer Physis jedoch, fehlt ihr etwas der Antrieb nach Aufbau einer Karriere als ganzheitlicher Management-Coach. Sie liebt es jedoch, Geschehnisse von der Fensterbank zu beobachten und aus dem Gesehenen ihre Schlüsse zu ziehen. Nach Jahren in Dietzenbach bei Frankfurt, sucht sie nun ein neues Umfeld. Abgesehen davon braucht sie dringend einen größeren Topf. Zur Zeit lebt sie in Seramis und ist nach Erzhausen bei Frankfurt gezogen.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Visionata“ in Dietzenbach bei Frankfurt.

 

Baumfreund „Airplane“

Airplane

„Airplane“ wurde aus dem Mülleimer im Büro einer Frankfurter Fluggesellschaft gerettet und hat bereits eine Odyssee auf der Suche nach dem idealen Standort hinter sich. Nach zwei Jahren liebevoller Fürsorge, stand sie zuletzt zugig in der Nähe einer Klimaanlage und wurde zum zweiten Male gerettet, fast gewaltsam von ihrem Viel, viel zu kleinen Topf befreit und in einen größeren Topf mit Erde umgepflanzt. Erst sah es so aus als wollte sie sich garnicht wieder erholen, aber dann wuchs sie munter vor sich hin und wurde immer größer. „Airplane“ steht am liebsten im Licht und zugfrei und schaut beobachtet die Flugzeuge am Himmel. Sie mag es wenn man mit ihr spricht, schaut gern Fernsehen und liebt es wenn man ihr die Blätter mal feucht abwischt. Sie möchte nur nicht wieder in einem Büro verwahrlosen oder wieder im Müll landen.
„Airplane“ ist ca. 150 cm hoch, steht in einem Lechuza-Pflanzentopf (Durchmesser 45cm), den sie natürlich bei Adoption behält.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „Airplane“ in Winterlingen .

Hängepflanze „Pinnball Wizz“

Pinnball Wizz

Verspielte Pflanze mit chaotischen Strukturen sucht liberales neues Heim. Wizz hört gern Musik aus den 1970er Jahren und braucht einen hohen Standort, von dem er jedoch nicht herunterfallen kann.

 

“Pinnball Wizz” wurde zur Eröffnung der Pflanzenklappe im Höchster Mitscherlichhaus adoptiert und lebt in Frankfurt Höchst.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt “Pinnball Wizz” in Frankfurt Höchst.

Geldbaum „50 cent“

50 cent

„50 cent“ ist der Rapper unter dem Geldadel der Pflanzen. Jeden Tag übt er coole moves, um als erste rappende  reich und berühmt zu werden. Zur Zeit ister oft in der B-Ebene am Hauptbahnhof Frankfurt anzutreffen und auf dem Aldi-Parkplatz in Frankfurt-Höchst. Er braucht einen musikalischen Mentor, der sein Talent fördert.

 

Bereits adoptiert, inzwischen lebt „50 cent“  im Frankfurter Westend.

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Elenfantenohr „Elisiana“

Elisiana

Elisiana ist ein echtes Findelkind. Schon als Jungpflanze in Botania lebend, genießt sie zur Zeit die Gemeinschaft im Pflanzendorf, den Kontakt mit den älteren Pflanzen, die sich zum Teil rührend um sie kümmern. Sie sucht ein liebevolles zu Hause, in dem sie die nächsten Jahre leben und wachsen kann.

 

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Eilisiana in Nordhorn.