Orchidee “Ina Infinity”

Ina Infinity

Auch “Ina” gehört zu den extrem freiheitsliebenden Pflanzen. Ihren Topf als kleine Basistation möchte sie jedoch nicht missen.  “Ina” trainiert täglich ihr Wachstum in Richtung Unendlichkeit, indem sie sich in meditativen Übungen den sie umgebenden Raum in die Unendlichkeit ausdehnt und ihre Blatträndern mit dem Ende des Universums verbindet. Diese regelmäßige Praxis beeinflusst nicht nur ihr Wachstum, sondern beschert ihr einen großen inneren Frieden.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.

Orchidee “Fly”

Fly

Von frühster Kindheit an träumte sie vom Fliegen. Schon ihre Eltern hatten ihr die Geschichen ihrer Urahnen erzählt, die einst hoch oben in den Bäumen der Urwälder lebten und dort dem Himmel so nah waren, das sie das Gefühl hatten, die Sterne ergreifen zu können. Mannigfaltige Mythen rankten sich um das Fliegen. Sie wurden Generation zu Generation rein mündlich überliefert und drohen in Zeiten der weltweiten Abholzung von Wäldern und der zunehmenden Isolation von Pflanzen in Töpfen verloren zu gehen.  Aus diesem Grund entwickelt “Fly”  seit ein paar Jahren das pflanzliche Internet weiter. Ihre Podcasts mit Hörfassungen der Jahrhundete alten Pflanzenmythen finden weltweit immer mehr Abonnenten und werden jetzt erstmals ins Englische übersetzt, um sie auch Menschen zugängig zu machen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Orchidee “Being Connected”

Being Connected

Das Performance-Duo arbeitet zum Thema “Verbindungen” und sieht sich selbst zunächst als lebende Skulptur. In ihren Performances thematisieren sie ihr Sujet im Spannungsfeld von Materialität und Flüchtigkeit. Oftmals beziehen sie Besucher*innen in die von ihnen kreierten “Wahrnehmungsfelder” mit ein. Sie arbeiten mit Multilayer-Feedbackschleifen, die ihrerseits – unzählige zeitgleich existierende Verbindungsebenen evozieren und vom Prinzip an den Obertongesang erinnern.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Gießen.

Monstera “Philosophus”

Philosophus

“Philosophus” ist Musiker und ist bekannt für seine Fusion-Alben, die philosophische Zitate mit aktuellen Meldungen ökologischer Katastrophen verbinden. So ist ihm ein einzigartiger Musikstil gelungen, mit dem er auch kommerziell erfolgreich ist. Sein aktuelles Album spielt er ihn den “Botanical Crack Down Studios” in Chicago ein. Die im März 2019 beginnende Welttournee – eine Multimediashow mit virtuellen Musiker*innen – ist nahezu ausverkauft. Seine kreativen Pausen gönnt sich “Philosophus” in Frankfurt/M.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Offenbach.

Sanseverie “Kakadu Style”

Kakadu Style

Nach extremer Vernachlässigung war es mit ihrer Schönheit definitiv vorbei. Zunächst war sie sehr betrübt darüber. Als dann jedoch die Vögel begannen, sie um ihr Gefieder zu beneiden und schließlich einen speziesübergreifenden Wettbewerb um das schönste Federkleid ausriefen, gewann “Kakadu Style” zu ihrer Überraschung in der Kategorie “Exotische Federgewänder”. Seitdem nennt sie sich “Kakadu Style” und bietet Kreativ-Coachings für Pflanzen in Lebenskrisen an. Sie ist 55 cm hoch.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Münster.

Bromelie “Brad Brom”

Brad Brom

“Brad Brom” wurde zum leider Verhängnis, verblüht zu sein. Und so landete er auf dem Müll. Er, der der Meinung ist, das Blüten völlig überschätzt sind, pflegte einen symmetrischen Wuchs und arbeitete an seiner Ausstrahlung. Doch zu den gnadenlosen Selbst-Optimierern möchte er nicht gezählt werden. Er genießt seine Tage jedoch mehr, wenn er gut drauf ist und auch seine Umgebung beeinflusst das in der Regel positiv. “Brad” liest gerne schwedische Krimis und schaut gern Talk-Shows. Ihn interessiert die Mtivation von Menschen für ihr Handeln.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Gießen.

Sanseverie “Perfect Starter”

Perfect Starter

Die Straßenkämpferin lebte für längere Zeit im Freien und konnte im Frühjahr vom Müll gerettet werden. Nach einer Erholungspause und vielen sonnigen Monaten in einem Frankfurter Garten sucht sie jetzt ein neues Heim. Egal was das Multitalent beginnt; sie schafft es stets optimal zu starten, was natürlich entscheidend zum Erfolg ihrer Vorhaben beiträgt. Ihr jüngstes Projekt ist ein Büchsentelefon für Igel, um vor dem Winter diejenigen aufzuspüren, die zu klein oder zu dünn geblieben sind. Sie ist 1,05 Meter hoch.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Dreieich.

Gummibaum “Aron Arabicum”

Aron Arabicum

“Aron” übernahm die Manufaktur seines Großvaters und produzierte bis in die 1990er Jahre den begehrten pflanzliches Klebstoff, bis schließlich die Akazien selbst die Produktion übernahmen und sich nicht mehr von Gummibäumen ausbeuten lassen wollten. “Aron” jedoch sorgte stets gut für seine Arbeiter*innen, von denen jede Familie ausreichend Land, eine Lebensrente und kostenlose Schulbildung für den Nachwuchs erhielt. Heute arbeitet er im Vertrieb für Gummi Arabicum und gibt berufliche Fortbildungen für Einsteiger-Akazien.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Frankfurt/M.

Zamioculcas “Lisa Pisa”

Lisa Pisa

Der Fan einzigartiger Bauwerke reiste bereits drei mal nach Pisa, schaffte es aber nie, den Turm zu erklimmen. Mit befreundeten Pflanzen rief sie vor drei Jahren “Organical-Architecture-Contest” ins Leben, bei dem Bauwerke ausschließlich unter Verwendung organischer Materialien entstehen dürfen. Die drei Erstprämierten erhalten die Möglichkeit der Realisierung ihres Entwurfs und übernachten zudem 3 Tage in einem First-Class-Baumhaus ihrer Wahl.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Ahlen.

Ficus “Franziska von Terra X”

Franziska von Terra X

Ihr Freiheitsdrang ist so unbändig, das ihre Wurzeln bereits den Topf verlassen. Doch ohne menschliche Hilfe wird sie das viel zu enge Plastikgefäß nicht verlassen können. Sie wünscht sich einen Tontopf und einen Platz mit Sichtmöglichkeit aus dem Fenster und zum ZDF Infokanal. Die selfmade Forscherin arbeitet derzeit zu den Auswirkungen emotionaler Vernachlässigung durch Menschen und untersucht dabei nicht etwa die Auswirkungen auf Pflanzen, die in der Regel unter ihresgleichen weit besser zurecht kommen. Ihre These ist, das Menschen, die andere Lebewesen emotional vernachlässigen selbst am meisten Schaden davon tragen, da ihre Einsamkeit sich potenziert. Erste Ergebnisse von Interviewreihen werden während Lesungen in Gewächshäusern zu hören sein.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Gießen.