Sukkulenten „Birdy Bramsutta“

Birdy Bramsutta

Vor drei Jahren kam der Sohn eines indischen Bramanen auf Einladung eines IT-Unternehmens nach Deutschland. Nach Abschluß seiner Ausbildung zum Programmierer wechselte er zum Gesang, trat anfänglich in Parks auf und singt heute in ausverkauften Gewächshäusern für eine ständig wachsende botanische Fangemeinschaft.

Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Frankfurt/Main.

Sukkulenten „Armin und Marilla von Schnöselbrecht“

Armin und Marilla von Schnöselbrecht

Sie entstammen dem verarmten Landadel tropischer Pflanzen, deren Vorfahren in vor vorletzter Generation in der 1970er Jahren ein Blumenfenster bewohnten und sich anfangs der Illusion hingaben, eigenes Land zu bewohnen. Doch die Schicksalsgemeinschaft mit zahlreichen Kakteen lehrte sie bald eines Besseren. Nach anfänglicher Frustration experimentierten sie mit alternativen Modellen des Zusammenlebens. „Armin und Marilla“ haben das Leben im Blumentopf als Kunstform erhoben undschreiben gerade ihre Doktorarbeit zum Thema „Individuum und Gruppe unter Pflanzen“.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Frankfurt/Main.

Sanseveria „Amy Stratando“

Amy Stratando

Am Strand von Atando lebte einst „Amy Stratando“. Musizierend empfing sie die Urlauber am bis heute unentdeckten Südseestrand, der einzig Tieren und Pflanzen vorbehalten bleibt. Doch auch Atando ist längst kein Geheimtipp mehr, da sich Insidertipps heutzutage rasant über Wurzelnetzwerke verbreiten und vergangenes Jahr zu einem regelrechten Ansturm von Käfern aus Fernost führten, die von Robben und Walen abgelöst wurden. Kurzum: „Amy Stratando“ wanderte nach Europa aus, lebt von Konzerten auf Spendenbasis und wünsct sich ein Leben als Zimmerpflanze.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Bad Homburg.

Amerikanischer Geweihbaum „American Beauty“

American Beauty

Ihre Vorfahren leben in Potsdam auf Schloss Sansouci. Vor fast 10 Jahren ließen sie, wie jedes Jahr im Herbst, zahlreiche Samen auf die Erde fallen. Einer dieser Samen landete in der Tasche eines Besuchers, wurde nach dessen Rückkehr ins Rhein-Main-Gebiet eingepflanzt und der Sprössling über Jahre gehegt und gepflegt. „American Beauty“ aus der Familie der Hülsenfrüchtler erzählt wunderbare Geschichten aus den Wäldern ihrer Vorfahren von mystischen Begegnungen mit Hirschen, Rehen, Pilzen und Walderdbeeren. Sie kam über die Pflanzenklappe nach Botania und sucht einen Garten, in dem sie für den Rest ihres Lebens wachsen darf. Derzeit ist sie ca. 1 Meter hoch. Sie wächst langsam, wird in hohem Alter jedoch sehr groß.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Ostfriesland.

Madagaskarpalme „Bonnie with Clyde“

Bonnie with Clyde

Die 1,70 Meter hohe Bonnie lebt seit Jahren mit Clyde genügsam in einem Topf. Da sich beide räumlich verändern wollen, suchen sie Adoptiveltern, die ihnen ausreichend Platz bieten und mit ihnen Gangsterfilme schauen.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Berlin.

Ficus „Little Wing“

Little Wing

„Little Wing“ ist jetzt stattliche 2,7 m h x 1,8 m breit und sucht aufgrund seiner Größe eine neue Altbaubleibe mit regelmäßiger Bewässerung und neuem Topf (bisher 36 cm).  Er lebt derzeit in kreativem Umfeld und ist ein fröhlicher flexibler Zeitgenosse. Nachts liest er gerne Kurzgeschichten von Lovecraft oder schaut in den Sternenhimmel. Zudem glänzt er mit Alltagspoesie, die allerdings nur Pflanzen verständlich ist.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Frankfurt/Main.

Tulpenbaum „Tulip Power“

Tulip Power

Der ca. 8 jährige Tulpenbaum freundete sich bereits in frühester Jugend mit zahlreichen Tulpen aus den Niederlanden an. Nachdem all seine Freunde das Schicksal von Schnittblumen erlitten, fiel er für zwei Jahre in tiefe Trauer und Depression. Bis er sich entschloß auf Reisen zu gehen und im Ausland auf einem alten Bauernhof für drei Jahre Mediationskurse für sogenannte Unkräuter anzubieten. Heute besinnt er sich auf seine Kernkompetenzen; das Wachstum und die Produktion von Sauerstoff.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Eppelsheim.

Sukkulenten „“Jil und Joanna Sanders“

Jil und Joanna Sanders

Die Modedesignerinnen entwickeln gerade eine Kollektion für Blumentöpfe aus Seide und Kaschmir in Mausgrau, Balibeige und Anthrazit.  Die Kollektion erscheint auf der botanischen Modemesse in Perth im kommenden Frühjahr.
Bereits adoptiert. Inzwischen leben sie in Münster.

Sukkulente „Chaos Theorist“

Chaos Theorist

Als überzeugter Anhänger der Chaos-Theorie, kennt er Chaos als kreatives Prinzip durchaus aus eigener Erfahrung, findet gewisse Ordnungsprinzipien im Alltag jedoch nützlich. Er verbindet seine philosophischen Studien und Kenntnisse über die Chaos-Theorie mit den Prinzipien der Programmierung, speist die Ergebnisse seiner Überlegungen in Form von Codes in hermetisch geschlossene digitale Netzwerke ein, um sie von KI weiterentwickeln zu lassen. Der Ergebnis orientierte Prozess soll ihn zu neuen Erkenntnissen führen.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt er in Berlin.

Sukkulente „Die Erkundung des Raums“

Die Erkundung des Raums

Die Begrenzung durch einen Blumentopf erschien ihm von jeher völlig absurd. In seinen abwegigsten Alpträumen hatte er sich nicht ausmalen können, eines Tages in einem solchen zu landen. Heute nutzt er den Topf als Basis-Station und Tarnung für seine ausgiebigen Erkundungen des Raum-Zeit-Gefüges.
Bereits adoptiert. Inzwischen lebt sie in Berlin.