Kaktus „Anton Weidmüller“

Anton Weidmüller

T-Shirtfabrikant aus Ost-Westfalen in dritter Generation. Patriarch alter Schule. Erkannte beim freizeitgoogeln die polische Problematik des Wekstoffs Baumwolle und entschloss sich hernach in Zukunft keine Baumwollunterhemden mehr zu produzieren. Anton zog sich nach Oberammergau zurück wo er fortan Biobaumwollsocken im großen Stil mittels einer Strickmaschine aus den frühen sechziger Jahren des vorigen Jahhunderts produzierte. Wurde von Erpressern entführt und tauchte unter falschem Decknamen unter, nachdem er das Unternehmen seinem Sohn Karl übertrug. Er sucht nun ein liebevolles umweltbewußtes Zuhause. Anton ist bereits im für einen Zimmer-Kaktus beachtlichen Alter von 30 Jahren. Er ist sehr genügsam und braucht nur alle 6 Wochen wenig Wasser.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Anton in Frankfurt/Main.

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Pfeilwurz „Flat Hat“

Flat Hat

Der Nachfahre eines Hutmachers und einer Perlentaucherin wuchs an der kalifornischen Küste auf, und war in seiner Jugend als Surfer aktiv, wenn auch aufgrund des Blattwiderstands mäßig erfolgreich. Er arbeitete im Anschluss drei Jahre als Surflehrer, bevor er sich entschloss einen „ordentlichen“ Beruf zu lernen und eine Ausbildung zum Koch mit Schwerpunkt veganes Kochen machte. Er ging mit seiner Geschäftsidee nach New York und etablierte einen veganen Imbiss an der Canal Street. Kam nach Deutschland, um Tim Mälzer kennenzulernen und blieb hier hängen. Arbeitete noch ein halbes Jahr in einem gut situierten Privathaushalt, konnte dann aufgrund einer Lebensmittelallergie nicht weiterarbeiten, wurde kurzerhand vor die Tür gesetzt und sucht jetzt Adoptiveltern, die ihn versorgen.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Flat Hat seit Oktober 2009 in Köln.

Metzgerpalme „Klaus-Bärbel“

Klaus-Bärbel

Klaus-Bärbel ist sexuell indifferent und Gleichstellungsbeauftragter eines international operierenden Unternehmens IT-Branche. Er ist dafür verantwortlich, das Männer,  Frauen und Pflanzen proportional gleichberechtigte Karrierechancen haben. Hat die Entwicklung einer Software initiiert, mittels derer die Messungs des grünen Farbspektrums die Geschlechtszugehörigkeit von Pflanzen sofort ermittelt werden kann. Mit der Entwicklung der Software wurde er inzwischen nominiert für den „Henriette Bogenbauer Preis“, der innovative Projekte im Bereich der Gender forschung auszeichnet. Klaus-Bärbel möchte draußen leben und sucht einen schönen Garten. Mit Katzen versteht er sich ausgezeichnet.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt seit Oktober in Berlin.

Sukkulente „Der degoutante Schorsch“

Der degoutante Schorsch

Kommt aus der Suburbia von Ingelheim und stand dort lange Zeit auf dem Fensterbrett der lokalen Currywurstbude. Im Dauerstress der Servicekraft gelangte er eines Mittwoch Mittags in die Pommestüte – extra groß – und fand sich inmitten frittierter Kartoffelstäbchen garniert mit Ketchup und Mayo. Er sank auf den Grund der Tüte hinab und hatte eine Viertelstunde später große Mühe, sich aus einem Abfalleimer im öffentlichen Raum herauszubewegen. Mit den Worten „Das ist ja degoutant“ erreichte er den Rand des Papierkorbs. Kurze Zeit später – er erholte sich noch von seinem Schock – wurde er, noch immer mit Ketchup und Mayo bedeckt  von einem Fortuna Düsseldorf Fan als Maskottchen mitgenommen. Beim ersten Stadionbesuch geriet er sofort in eine Rangelei unter rivalisierenden Fans und flüchtete.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Schorsch seit Oktober 2009 in Hannover.

Bergpalme „Minni Nova“

Minni Nova †

Minni Nova ist ein Überbleibsel einer kosmischen Supernova. Während all ihre Geschwister zu Sternenstaub atomisiert wurden, hat sich Mini Nova entschlossen, ein freundliches und zuvorkommendes Wesen in einem clorophyllgrünen Kleid zu entwickeln. Minni ist eine große Freundin der Lebensgefährtin von Mickey Maus. Nicht nur das beide den gleichen Vornamen teilen – allein der Wunsch, die Blattform in einer weiteren Genese den Ohren ihrer Heldin anzugleichen, beglückt sie so, das sie noch grüner wird.

 

Bereits adoptiert, inzwischen ist Minni Nova in Frankfurt-Bornheim verstorben.

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Orchidee „Pinky von Kompost“

Pinky von Kompost

Pinky lebte zwei Jahre in einem Designerhaushalt in Frankfurt-Rödelheim, bis ihre Vorbesitzer – ein Kameramann und eine Modedesignerin – der Karriere wegen nach New York auswanderten und ihren gesamtem Hausrat per Schiff in die USA schickten. Pinky wurde kurzerhand auf dem Kompost entsorgt und lag dort erstmal drei Wochen, bis eine Pflanzenfreundin ihn fand und bei botanoadopt abgab.

 

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Pinky in Frankfurt/M.

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Duftgeranie „Olfaktoria“

Olfaktoria

Olfaktoria hebt die Stimmung ihrer Mitmenschen durch ihren dezenten und erfrischenden Duft, der sich besonders bei einem leichten Windhauch verströmt. Sie lebt im Sommer gerne draußen. Sie ist fröhlich und liebt ein helles zu Hause.

 

 

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Olfaktoria in Frankfurt-Bornheim.

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Gummibaum „Arabica“

Arabica

Machte über den dritten Bildungsweg das Abitur, studierte Amerikanistik, bekam ohne Papiere jedoch keine Einreisegenehmigung in die USA und wurde am Frankfurter Flughafen beim Versuch, als blinder Passagier im Frachtraum mitzureisen, abgefangen. Nach zwei Jahren folgender Arbeitslosigkeit nahm er die Chance einer Ausbildung bei der Stadt Frankfurt wahr. Er arbeitete erst als Bote, dann als Servicekraft in der Kantine, bis er sich für eine Laufbahn als Zimmerpflanze entschied. Sodann stieg schnell zum Gruppenleiter der Zimmerpflanzen auf und arbeitete zuletzt im Umweltdezernat. Dort wurde er aufgrund interner Umstrukturierungsmaßnahmen übergangsweise in den Flur gestellt und vergessen. Etwas verstaubt, mit Blessuren aber auch frischen Trieben, die von seiner unerschütterlichen Frohnatur zeugen, fand er sich eines Tages in der Pflanzenklappe im Römer9 wieder: während Renovierungsarbeiten nahm sich ein Arbeiter seiner an und gab ihm die Chance auf ein Leben als genügsame Zimmerpflanze.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Arabica in Frankfurt Höchst.

Duftgeranie „Mietze Mutzke aus Mahrzahn“

Mietze Mutzke

„Mietze Mutzke aus Mahrzahn“ wurde als Kind mit dem Spitznamen Miesmuschel geärgert und hat aufgrund dieser traumatischen Erfahrung eine Meeresfrüchteallergie. Sie bekam chronischen Nesselausschlag, wurde aber von einem Endokrinologen aus Zehlendorf erfolgreich therapiert. Mietze malt russische Ikonen auf Resopal-Frühstücksbrettchen, die sie aus Haushaltsauflösungen aufkauft. Nach einem Blattgoldschock brach ihr Nesselfieber nach Jahren erneut aus, worauf sie sich in Prora auf Rügen aufgrund des Heilklimas einmietete. Beim Sonnenbadenwurde  sie kurzerhand von einem Kurgast mitgenommen. Auf der Rückfahrt mit dem Auto fand sie erst an der Autobahnraststätte Medenbach eine Fluchtmöglichkeit und rollte auf einem fahrbaren Blumenuntersatz ins Main-Taunus-Zentrum. Bei einem Cappucino traf sie dort zu ihrem großen Glück das Team von botanoadopt, welches nun neue Adoptiveltern für sie sucht.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Mietze in Berlin Friedrichshain.

Elefantenohr „Okawambo Nthulu“

Okawambo Nthulu

„Okawambo Nthulu“ ist der Dinosaurier der Elefantenohrgewächse. Aus den tiefsten Urzeiten der Geschichte unseres Planeten kam Okawambo Nthulu unter zu Hilfenahme einer Zeitreisemaschine in den stilvoll eingerichteten Haushalt eines Ueckersammlers im Frankfurter Westend. Dieser erschrak, als er eines morgens plötzlich und völlig unvermutet Okawamba auf einem Fakirbrett erblickte. Der Kunstfreund konnte so gar nicht mit ihm warmwerden und suchte nach drei Wochen exzessiver Streitereien eine neue Bleibe für Herrn Nthulu. Als diese zu keinem Erfolg führte, nicht zuletzt auch deshalb, weil Herr Nthulu kurz davor war, Asyl zu beantragen, gab er ihn kurzerhand in der Pflanzenklappe ab.

Bereits adoptiert, inzwischen lebt Okamwambo in Berlin.

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